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	<title>BFFS Themen Blog</title>
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		<title>Offener Brief an die Stifter des Deutschen Fernsehpreises</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 08:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinrich Schafmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Filmbranche]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstand]]></category>

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		<description><![CDATA[

<p style="text-align: justify;">Sehr geehrte Stifter,</p>
<p style="text-align: justify;">wir, die Macher fiktionaler Programme, bedauern die geplante Abschaffung der Kategorien nahezu sämtlicher Einzelleistungen für fiktionale Formate sehr. So begrüßenswert die Schaffung neuer Kategorien für Formate ist, die inzwischen Teil der Fernsehrealität geworden sind, so schädlich ist dieser Schritt für die, wie es bei jeder Verleihung bisher beschwörend genannt wurde, [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:share-button href="http://blog.bffs.de/2010/08/offener-brief-an-die-stifter-des-deutschen-fernsehpreises/" type="box_count"></fb:share-button>
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<p style="text-align: justify;">Sehr geehrte Stifter,</p>
<p style="text-align: justify;">wir, die Macher fiktionaler Programme, bedauern die geplante Abschaffung der Kategorien nahezu sämtlicher Einzelleistungen für fiktionale Formate sehr. So begrüßenswert die Schaffung neuer Kategorien für Formate ist, die inzwischen Teil der Fernsehrealität geworden sind, so schädlich ist dieser Schritt für die, wie es bei jeder Verleihung bisher beschwörend genannt wurde, Königsdisziplin, nämlich den fiktionalen Fernsehfilm.<span id="more-1544"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Um die Fülle und vor allem die Qualität deutscher Fernsehfilme und Mehrteiler beneidet man uns in der ganzen Welt. Diese hohe fiktionale Fernsehkultur ist Bestandteil einer Fernsehlandschaft, die dem Zuschauer trotz Quotendruck immer noch die Möglichkeit bietet, im gebührenfinanzierten Fernsehen Qualitätsformate zu sehen, die in vielen anderen Ländern nur noch über Bezahlfernsehen zu beziehen sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber eine Landschaft muss gepflegt werden, auch eine Fernsehlandschaft. Und Teil dieser Pflege ist die Wertschätzung, die den Qualitätsformaten unabhängig vom trügerischen Quotenerfolg entgegengebracht wird. Wenn die hochwertigen und &#8211; verglichen mit Reality-Formaten und Koch-Shows &#8211; relativ teuren fiktionalen Programme nicht mehr als Königsdisziplin behandelt werden, dann wird auch bald das Verständnis dafür verschwinden, dass überhaupt so viel Geld ausgegeben werden muss, um sie herzustellen. Und damit würde aus der hochwertigen Fernsehlandschaft, um die man uns beneidet, eine ziemlich gewöhnliche, ausschließlich vom Diktat der Quote geformten, wild wuchernden Fernsehschauplatz ohne Strahlkraft (und damit übrigens auch mit deutlich weniger Exportmöglichkeiten) werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Deutsche Fernsehpreis war bisher nur in zweiter Linie selbst ein Fernsehereignis, das dem Quotendruck unterworfen ist. In erster Linie war er die prestigeträchtigste Auszeichnung, die das Fernsehen zu bieten hat. Wer ihn bekam, hatte einen hohen Status in der Film- und Fernsehbranche dieses Landes. Er war ein Ausdruck der Wertschätzung der großen Fernsehsender der hiesigen Filmbranche gegenüber, die sie mit dieser beneidenswerten Fülle an fiktionalen Qualitätsprodukten versorgte.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch die geplante Änderung wird er seinen Status verlieren. Innerhalb der Branche wird er nicht mehr als besonders wichtig gelten. Man wird sich nicht mehr die Mühe machen, genauer zu überlegen, worin die Besonderheit eines gelungenen Films, eines gelungenen Mehrteilers besteht. Ob eine Koch-Show ihn bekommt oder ein Film, wird keinen Unterschied mehr darstellen, weil die Einzelleistungen der Königsdisziplin als nicht mehr auszeichnungswürdig gelten. Nachwuchsregisseure und Nachwuchsschauspieler werden einen Teil ihrer Motivation verlieren, innovativ zu sein, da die Mühe, sich gegen viele Widerstände durchzusetzen, um der eigenen Vision zu folgen, nicht mehr mit dieser besonderen Wertschätzung belohnt wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Kurz: Die fiktionale Produktion wird empfindlich geschwächt durch diese Entscheidung. In dem Bemühen, mehr Fernsehzuschauer für die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises zu interessieren, wird dieser Fernsehpreis selbst in seiner Bedeutung geschwächt und banalisiert. Bei allem Verständnis für den Wunsch, die Verleihung zeitlich zu begrenzen, möchten wir dringend an Sie appellieren, diesen Schritt noch mal zu überdenken und eine kreativere Lösung für das Längenproblem zu suchen als die radikale Ignorierung der Einzelleistungen in der Königsdisziplin, und zwar auch im wohlverstandenen Eigeninteresse.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn der Deutsche Fernsehpreis wird durch diesen Schritt nicht nur an Bedeutung verlieren, sondern auch an jenem Glanz, den die Verursacher dieser Einzelleistungen ihm bisher verliehen haben. Warum schließlich sollten Drehbuchautoren, Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Ausstatter, Tonmeister, Tongestalter und Filmeditoren zu der Verleihung eines Preises kommen, der ihre Leistungen übergeht?</p>
<p style="text-align: justify;">Mit freundlichen, wenngleich sehr besorgten Grüßen,</p>
<p style="text-align: justify;">Der Vorstand des BFFS</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Diesen Brief unterstützen folgende Verbände:</strong></p>
<p style="text-align: center;">Die Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände<br />
darunter:</p>
<p style="text-align: center;">Der Bundesverband der Fernseh- und Filmregisseure – BVR<br />
Der Bundesverband Kamera – BVK<br />
Der Bundesverband der Fernsehkameraleute – bvfk<br />
Der Bundesverband Filmschnitt Editor – BFS<br />
Die Berufsvereinigung Filmton – bvft</p>
<p style="text-align: center;"><strong>außerdem:</strong><br />
Der Verband Deutscher Drehbuchautoren – VDD<br />
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – ver.di<br />
Der Verband der Agenturen – vda<br />
Der Verband Deutscher Schauspieler Agenturen</p>




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		<title>Umfrage zu Arbeitsbedingungen für Film- und FernsehschauspielerInnen</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 15:18:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>

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		<description><![CDATA[

<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>wir möchten Sie herzlich bitten, uns bei einer wichtigen Erhebung zu unterstützen. Dafür brauchen wir nicht mehr als zehn Minuten Ihrer Zeit und die Bereitschaft mitzumachen. </p>
<p>Darum geht’s:
Das Engagement des BFFS hat sich gelohnt: Der erste „Grundstein“ wurde gelegt, um auch Schauspielerinnen und Schauspielern einen gerechteren Anspruch auf Arbeitslosengeld I zu ermöglichen. Die [...]


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</ol>]]></description>
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<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>wir möchten Sie herzlich bitten, uns bei einer wichtigen Erhebung zu unterstützen. Dafür brauchen wir nicht mehr als zehn Minuten Ihrer Zeit und die Bereitschaft mitzumachen. </p>
<p>Darum geht’s:<br />
Das Engagement des BFFS hat sich gelohnt: Der erste „Grundstein“ wurde gelegt, um auch Schauspielerinnen und Schauspielern einen gerechteren Anspruch auf Arbeitslosengeld I zu ermöglichen. Die Reform des Gesetzes zum Arbeitslosengeld I ist seit dem 1. August 2009 in Kraft und gilt zunächst für drei Jahre.</p>
<p><span id="more-1525"></span></p>
<p>In der Reform wurden drei Bedingungen dafür festgelegt, die es Schauspielerinnen und Schauspielern ermöglichen, Arbeitslosengeld I zu beziehen, ohne zuvor mindestens 360 Tage in den vergangenen 2 Jahren beschäftigt gewesen zu sein. Dazu müssen sie in den letzten 2 Jahren vor der Arbeitslosigkeit mindestens sechs Monate angestellt gewesen sein, überwiegend in Engagements beschäftigt gewesen sein, die nicht länger als sechs Wochen dauerten, und ihr sozialversicherungspflichtiger Verdienst darf in den letzten 12 Monaten vor der Arbeitslosigkeit nicht höher als 30.240 € brutto gewesen sein. </p>
<p>Der BFFS möchte nun überprüfen, ob das Gesetz durch diese Einschränkungen überhaupt eine spürbare Wirkung entfaltet oder bisher nur symbolischen Wert hat. Gemeinsam mit Prof. Dr. Andrea D. Bührmann, Institut für Soziologie der Universität Münster, und der Forschungsgruppe BEMA haben wir einen kurzen Fragebogen entwickelt. Dabei geht es um Fragen zur aktuellen Arbeitssituation, zum Anspruch auf Arbeitslosengeld sowie zur Zufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation.</p>
<p>Die Beantwortung der Fragen ist selbstverständlich anonym. Die Umfrage erfolgt online und wird etwa 10 Minuten dauern. Mit der Auswertung der Ergebnisse rechnen wir bereits Ende September. Eine detaillierte Auswertung gibt’s dann für alle, die es interessiert, auf der Website der BEMA.</p>
<p>Machen Sie mit und helfen Sie, bisher nicht erhobene Daten zu einem aussagekräftigen Bild unserer Branche zu verdichten. Geben Sie diesen Link bitte auch unbedingt an Schauspielerkollegen und -kolleginnen weiter! Je mehr Antworten, desto belastbarer sind die Daten, die wir brauchen, um die notwendigen Änderungen an dem Gesetz bewirken zu können.</p>
<p>Und hier geht es zur Umfrage: <a href="http://bema.uni-muenster.de/bffs">http://bema.uni-muenster.de/bffs</a></p>
<p>Herzlichen Dank!</p>
<p>Der BFFS Vorstand</p>




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		<title>Spendenaufruf</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 07:47:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BFFS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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<p>Liebe Kollegen,</p>
<p>der Tod eines Angehörigen ist immer traurig und schmerzhaft, aber in unserer durch soziale Netze gehaltenen Welt meistens kein existentielles Drama. In unserem Schauspieleruniversum ist dieses Netz, wie wir wissen, allerdings oft recht weitmaschig. Nicht zuletzt deswegen gibt es den BFFS. In unseren Biographien sind Brüche eher die Regel als die Ausnahme und eine lückenlose [...]


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<p>Liebe Kollegen,</p>
<p>der Tod eines Angehörigen ist immer traurig und schmerzhaft, aber in unserer durch soziale Netze gehaltenen Welt meistens kein existentielles Drama. In unserem Schauspieleruniversum ist dieses Netz, wie wir wissen, allerdings oft recht weitmaschig. Nicht zuletzt deswegen gibt es den BFFS. In unseren Biographien sind Brüche eher die Regel als die Ausnahme und eine lückenlose Absicherung ist nahezu unmöglich. Und wenn der Tod einen Menschen aus der Mitte des Lebens reißt und seine Angehörigen plötzlich mittellos vor einen unvorhergesehenen Abgrund stellt, dann kann er doch ein existentielles Drama auslösen.</p>
<p><span id="more-1520"></span></p>
<p>In zweien der Todesfälle von Kollegen, die wir in den letzten Monaten zur Kenntnis nehmen mussten, ist genau das geschehen. Im März starb der Kollege und Schauspielcoach Jürgen Elbers im Alter von 49 Jahren an einem Herzinfarkt. Er hatte gerade ein Studio eröffnet und die Nachricht von der dritten Schwangerschaft seiner Frau Helga Marta erhalten. Bis die komplizierten Modalitäten, die &#8211; in unserem Beruf naturgemäß sehr niedrige &#8211; Witwenrente betreffend geklärt sind, werden wohl noch einige Monate vergehen. Aber das Leben geht weiter, auch das noch ungeborene, und erzeugt eine finanzielle Notsituation, für die kein Stück des sozialen Netzes vorgesehen ist.</p>
<p>Und gerade letzte Woche, die Nachricht vom viel zu frühen Tod Frank Gierings hatten wir noch nicht verdaut, traf uns jene, dass der 40jährige Heinrich Schmieder während einer Alpenüberquerung mit dem Fahrrad in einem Hotelzimmer gestorben ist. Auch er hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder, die nun vor dem finanziellen Nichts stehen, zumal Heinrich in der letzten Zeit nicht viel zu arbeiten hatte und gezwungen war, seine private Lebensversicherung aufzulösen.</p>
<p>Wir alle wissen, dass solche Phasen in unserem Beruf dazu gehören, nicht die Ausnahme, eher schon die Regel sind, nicht selbst „verschuldet“ und schon gar nicht gewollt sind. Es ist in unserem Beruf nicht möglich, eine lückenlose, aufeinander aufbauende und kontinuierlich Rentenansprüche aufbauende Arbeitsbiographie zu schaffen. Wer sich nach Sicherheit sehnt, sollte diesen Beruf nicht wählen, das wissen wir alle, und wir sind selbst für unsere Wahl verantwortlich.</p>
<p>Aber wer trotzdem wagt, eine Familie zu gründen, die von ihm abhängig ist, trifft diese Wahl auch für seine Angehörigen. Er hofft, dass alles gut geht und es ihm gelingt, sich durch die vielen Unwägbarkeiten in unserer Branche bis zu dem Punkt zu mogeln, an dem seine Angehörigen auf eigenen Füßen stehen können und nicht mehr von ihm abängig sind. Ein plötzlicher Tod ist in einer solchen Planung nicht vorgesehen.</p>
<p>Wir haben im Vorstand beschlossen, dass der BFFS in solchen Fällen die Aufgabe haben sollte, den Gedanken der Solidarität, aus dem heraus er gegründet wurde, auch konkret in die Tat umzusetzen und planen, einen BFFS-Hilfsfonds zu gründen. Aber dafür gibt es noch verschiedene Fragen zu beantworten. In den beiden oben geschilderten Fällen würden wir aber gern schnell handeln, weil die Not es auch tut.</p>
<p>Darum möchten wir Euch hiermit ausnahmsweise einfach bitten, wenn Ihr könnt und wollt, einen Betrag (oder mehrere) auf eins der beiden unten aufgeführten Konten (oder beide) zu überweisen, um die ersten Härten der Angehörigen zu mildern. In Zukunft werden wir versuchen, mit dem erwähnten aus Spenden und noch zu findenden anderen finanziellen Quellen gespeisten Hilfsfonds, die Lücke im sozialen Netz zu schließen, das, wie wir alle wissen, für unsere spezielle Lebensrealität nicht ausgelegt ist.</p>
<p><strong>Für die Familie von Heinrich Schmieder</strong></p>
<p><strong>Konto Inhaber: Antje Schmieder<br />
</strong><strong>Konto: 2827344<br />
</strong><strong>BLZ: 70090500<br />
</strong><strong>Bank: Sparda Bank München<br />
</strong><strong>Verwendungszweck: Spende BFFS</strong></p>
<p><strong>Für die Familie von Jürgen Elbers<br />
</strong><strong>Konto Inhaber: Dr. Wolfgang Sommer<br />
</strong><strong>Konto: 433 05 4410 <br />
</strong><strong>BLZ: 100 777 77 <br />
</strong><strong>Bank: Noris Bank <br />
</strong><strong>Verwendungszweck: Spende ungeborenes Kind</strong></p>
<p>Solange wir den offiziellen BFFS-Hilfsfonds noch nicht eingerichtet haben und direkt auf die Konten der Betroffenen verweisen müssen, gibt es leider keine Spendenbescheinigungen.</p>
<p>Vielen Dank im Voraus für Eure Solidarität und Großzügigkeit,</p>
<p>der BFFS-Vorstand</p>




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		<title>Sind wir nun endgültig auf den Hund gekommen?</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 18:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinrich Schafmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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Appell an unsere Schauspielkollegen und Agenten
<p style="text-align: justify;">Liebe Kollegen, liebe Agenten,</p>
<p style="text-align: justify;">pro Drehtag kostet</p>

eine Kuh mindestens 450 €,
eine Katze mindestens 400 €,
ein Hund mindestens 350 €, 

<p style="text-align: justify;">und wir fragen uns: Sind wir nun endgültig auf den Hund gekommen?</p>
<p style="text-align: justify;">Zurzeit werden für eine Polizeiserie Profi-Schauspieler gesucht, die (nicht verhandelbar) 350 € pro Drehtag [...]


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<h2 style="text-align: justify;">Appell an unsere Schauspielkollegen und Agenten</h2>
<p style="text-align: justify;">Liebe Kollegen, liebe Agenten,</p>
<p style="text-align: justify;">pro Drehtag kostet</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>eine Kuh mindestens 450 €,</li>
<li>eine Katze mindestens 400 €,</li>
<li>ein Hund mindestens 350 €,<span id="_marker"> </span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">und wir fragen uns: <strong>Sind wir nun endgültig auf den Hund gekommen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1472"></span>Zurzeit werden für eine Polizeiserie Profi-Schauspieler gesucht, die (nicht verhandelbar) 350 € pro Drehtag bekommen sollen. Dies ist nur eines von vielen hundeelenden Angeboten, die in letzter Zeit uns Schauspielern gemacht werden: Selbst für renommierte Produktionen mit berühmten Regisseuren wurden Schauspieler engagiert, die teilweise weniger als 350 € pro Drehtag verdienten.</p>
<p style="text-align: justify;">Das witzige Bonmot – <em>„wer mit Bananen bezahlt, muss mit Affen arbeiten!“</em> – kann uns da nur halbwegs erheitern; denn Affen werden besser vergütet (nicht unter 1500 €) als viele von uns. Nein, die Lage wird immer ernster!</p>
<p style="text-align: justify;">Die Produzentenallianz und der BFFS werden in Kürze Sondierungsgespräche führen mit dem Ziel, in Tarifverhandlungen zu treten. In dem Rahmen wollen wir verbindliche Regelungen über die „angemessene Vergütung“ der Schauspieler bei Film und Fernsehproduktionen treffen.</p>
<div id="attachment_1484" class="wp-caption alignright" style="width: 323px"><a href="http://blog.bffs.de/wp-content/uploads/2010/06/auf-den-hund-gekommen.jpg"><img class="size-full wp-image-1484   " title="Auf den Hund gekommen" src="http://blog.bffs.de/wp-content/uploads/2010/06/auf-den-hund-gekommen.jpg" alt="Auf den Hund gekommen" width="313" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">Auf den Hund gekommen</p></div>
<p style="text-align: justify;">Aus unserer Sicht wird bei den Verhandlungen neben anderen wesentlichen Aspekten einer angemessenen Vergütungsstruktur – wie z. B. der Abkehr vom Buyout –, selbstverständlich auch ein Sockelbetrag eine wichtige Rolle spielen, der von Produzentenseite bei der Vergütung von Schauspielern nicht unterschritten werden dürfte. Diese Untergrenze ist für Schauspieler nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht notwendig, sondern auch eine Frage der Achtung vor unserem Beruf. Und natürlich kann eine Schauspielergage nicht als „angemessen“ bezeichnet werden, wenn sie noch spärlicher ausfällt als die eines Hundes am Set.</p>
<p style="text-align: justify;">Je mehr sich aber im Vorfeld der Tarifauseinandersetzung die Fälle häufen, in denen Schauspieler mit 350 € pro Drehtag (und weniger) abgespeist werden und ihre Agenten dies unter dem massiven Druck resignierend zulassen (müssen), desto mehr werden die angestrebten Verhandlungen belastet, eine angemessene Untergrenze einzuführen, die das Prädikat „angemessen“ auch verdient.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir vom BFFS wissen sehr genau: Die ganze Branche ächzt, immer weniger Produktionen werden mit immer geringeren Budgets in Auftrag gegeben. Schauspieler wollen spielen und warten sehnsüchtig auf eine Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen – ungeachtet der Bezahlung. Manch einer von uns hat seit längerer Zeit nicht mehr gedreht und ist verzweifelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber 1470 Kollegen von ca. 4500 Film- und Fernsehschauspieler sind dem BFFS beigetreten und haben ihn zum mitgliedstärksten Berufsverband unserer Branche gemacht, weil sie sich nicht mehr alles gefallen lassen wollen. Der hohe Organisationsgrad hat den BFFS überhaupt erst tariffähig gemacht und wir versprechen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, Schauspieler, Agenten und die ganze Branche vor unwürdigem Dumping zu schützen. Wir müssen durch Tarifverhandlungen unbedingt die Erpressung der notleidenden Kollegen verhindern, ihre professionelle schauspielerische Arbeit für „Hundegagen“ und darunter an ausgewachsene Sender zu verhökern. Denn die Erfahrung zeigt ja leider, dass einer Erpressung die nächste folgen wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Darum appellieren wir an Euch, liebe Schauspieler: Resigniert bitte nicht, keiner von uns sollte dazu verdammt sein, auf hundeelende Angebote von 350 € pro Drehtag und niedriger einzugehen – auch wenn die Not und der Spieltrieb noch so groß sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Und Sie, liebe Agenten, tragen eine besondere Verantwortung, die Schauspieler, an die Sie ja glauben, auch zu schützen und sie nicht in solch unsittlichen Engagements verbrennen zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bitte, liebe Schauspieler und liebe Agenten, boykottieren Sie Dumpingangebote und helfen Sie mit, dass auch Ihre Kollegen nicht endgültig auf den Hund kommen!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit vielen kollegialen Grüßen<br />
und Ihr, liebe Hunde, nichts für ungut <img src='http://blog.bffs.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Der BFFS-Vorstand</p>
<p style="text-align: justify;">P.S. Sendet uns bitte solche Dumpinganfragen an: <span id="enkoder_11_801931956"><span id="enkoder_12_591255875">email hidden; JavaScript is required</span><script type="text/javascript">
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		<title>Newsletter zum Thema Casting-Datenbanken</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 08:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BFFS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Mitglied]]></category>
		<category><![CDATA[Mitglieder]]></category>

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<p style="text-align: justify;">Liebe Mitglieder,</p>
<p style="text-align: justify;">neben unseren Schwerpunktthemen Angemessene Vergütung und Sozialer Schutz erhitzt derzeit ein weiteres Thema unser aller Gemüter: Das Thema Casting-Datenbanken. Diese schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden des Internets. Das hat Vor- und Nachteile.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Vorteile:</p>
<p style="text-align: justify;">• Es wird für Besetzungsverantwortliche immer einfacher, einen Überblick über das Gesamtangebot der [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:share-button href="http://blog.bffs.de/2010/05/newsletter-zum-thema-casting-datenbanken/" type="box_count"></fb:share-button>
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<p style="text-align: justify;">Liebe Mitglieder,</p>
<p style="text-align: justify;">neben unseren Schwerpunktthemen <strong>Angemessene Vergütung</strong> und <strong>Sozialer Schutz</strong> erhitzt derzeit ein weiteres Thema unser aller Gemüter: Das Thema Casting-<strong>Datenbanken.</strong> Diese schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden des Internets. Das hat Vor- und Nachteile.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Vorteile:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">• Es wird für Besetzungsverantwortliche immer einfacher, einen Überblick über das Gesamtangebot der Schauspieler zu bekommen, nicht nur über die in den bekanntesten Agenturen vertretenen, deren Kataloge früher häufig reflexartig zuerst konsultiert wurden, wenn es ans Besetzen ging.<br />
• Konkurrenz belebt das Geschäft und senkt die Preise.</p>
<p><span id="more-1457"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Nachteile:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">• Je mehr Datenbanken es gibt, desto unübersichtlicher die Situation. Es entsteht der Eindruck, wir müssten in allen Datenbanken vertreten sein, um wirklich präsent zu sein, denn wir wissen ja nicht, welche am Besetzungsprozess beteiligten Caster, Regisseure, Producer, Produzenten, Redakteure etc. welche Datenbank verwenden.<br />
• Die Daten in den Datenbanken müssen ständig aktualisiert werden. So führt eine Fülle an Datenbanken zu hohen Kosten, wenn man in allen, und enorm hohem Aufwand, wenn man nicht mit veralteten Fotos, Videos und Infos präsent sein möchte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unser Standpunkt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wir verhandeln derzeit mit den relevanten Datenbanken über Rabatte für BFFS-Mitglieder, damit unsere Mitglieder für eine Vollmitgliedschaft wenigstens nicht ganz so viel bezahlen müssen. Präsent sind übrigens die meisten Schauspieler in den relevanten Datenbanken auch ohne Vollmitglied zu sein. Vollmitgliedschaft bedeutet lediglich, mit mehreren Fotos, detaillierteren Informationen und einem Demoband präsent zu sein. Jeder kann selbst überprüfen, in welchen Datenbanken er präsent ist, indem er auf die Seite der jeweiligen Datenbank geht und seinen Namen eingibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Entscheidung, ob und in welcher Datenbank man eine Vollmitgliedschaft möchte, muss jeder selbst treffen. Wir stehen aber auf dem Standpunkt, dass es reicht, in einer relevanten Datenbank eine Vollmitgliedschaft zu haben, weil die anderen Datenbanken in der Regel Verlinkungen untereinander haben, so dass ein Caster vom Grundeintrag der einen Datenbank den Volleintrag (mit Demoband) der anderen Datenbank anklicken kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Übrigen gehen wir erstens davon aus, dass nur einige wenige letztlich am Markt bleiben werden, zumal eine Datenbank nur dann genutzt wird, wenn sie vollständig ist. Eine unvollständige Datenbank wird irgendwann von selbst wieder verschwinden. Zweitens unterstellen wir den Besetzern den Ehrgeiz, die nötigen Informationen auch zu finden, wenn sie nicht in der Datenbank enthalten sind, da sie untereinander in Konkurrenz stehen und durch interessante Vorschläge sich voneinander absetzen können.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unsere Strategie</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nicht nur uns beschäftigt die Frage, wie man möglichst viele aktuelle Informationen möglichst günstig an die Casting-Verantwortlichen heranträgt, damit diese die beste Besetzung für einen Film bekommen und wir uns am effektivsten präsentieren können.</p>
<p style="text-align: justify;">So hat der Verband der Agenturen (VdA) beispielsweise in den letzten Jahren einen eigenen Datenpool (VDA-Pool) entwickelt, der die von ihnen aktualisierten Daten über Schnittstellen ständig in relevante Casting-Datenbanken einspeist. Viele von ihnen haben bereits – und andere entwickeln fleißig – Schnittstellen mit dem VdA-Pool. Die Agenten aktualisieren nur einmal ihren Pool und der speist die Daten und Fotos in zahlreiche Datenbanken ein, die wiederum von Castern, Regisseuren, Producern, Produzenten und Redakteuren genutzt werden. Die Schauspieler der VdA-Agenturen sind optimal präsent, haben aber keinen Stress mehr, weil sie ihre Daten nicht mehr selbst an den verschiedenen Orten einpflegen müssen.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Entwicklung ist richtungweisend. Der VdA hat mit seinem Pool Maßstäbe gesetzt und die Attraktivität einer Mitgliedschaft im VdA erheblich gesteigert. Das VdA-Konzept ist auch deswegen für uns so vorbildlich, weil in der allgemeinen Gemengelage die Agenten und die Schauspieler wohl die meisten gemeinsamen Interessen haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Der BFFS würde natürlich begrüßen, wenn alle Agenturen sich in dieser Frage – und nicht nur in dieser – zusammenschlössen. Denn ein einiger und starker Auftritt aller Agenturen nützt unseren Interessen genauso wie ein einiger und starker Schauspielverband und wir können unsere Mitglieder nur auffordern, in diesem Sinne mit ihren Agenturen zu sprechen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nichtsdestotrotz suchen wir natürlich nach Möglichkeiten, wie diejenigen Schauspieler, deren Agentur kein Mitglied des VdA ist, die in der ZAV sind oder keine Agentur haben, ebenfalls Zugang zu einem solchen Datenpool erhalten können, der sie in die Lage versetzt, ihre Daten nur einmal zu aktualisieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber zunächst, wie gesagt, kümmern wir uns darum, die Kosten unserer Mitglieder so niedrig wie möglich zu halten. Durch die Rabatt-Partnerschaft mit den relevanten Datenbanken (über die wir Sie natürlich auf dem Laufenden halten werden) werden Sie bald die Möglichkeit haben, die (für Sie dann gesenkten) Preise zu vergleichen, zu überprüfen, welche Daten Sie veröffentlichen wollen und ob die jeweilige Datenbank eine Schnittstelle mit dem VdA-Pool hat, um dann Ihre Entscheidung so fundiert wie möglich treffen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Darüber hinaus sind einige Mitglieder vom Kölner BFFS-Stammtisch gerade dabei, einen Fragebogen zu erstellen, der zunächst an Caster, später an andere Besetzungsverantwortliche geschickt werden soll. Sie wollen auf diese Weise für unsere Mitglieder ermitteln, welche Datenbanken von wem, wie und warum genutzt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Hoffnung, etwas Licht in diesen Datenbank-Dschungel gebracht zu haben und mit herzlichen Grüßen,</p>
<p style="text-align: justify;">der Vorstand des BFFS</p>




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		<title>Das Signal ist angekommen – mehr nicht</title>
		<link>http://blog.bffs.de/2010/04/das-signal-ist-angekommen-%e2%80%93-mehr-nicht/</link>
		<comments>http://blog.bffs.de/2010/04/das-signal-ist-angekommen-%e2%80%93-mehr-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 07:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinrich Schafmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslos]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz 4]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rente]]></category>

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		<description><![CDATA[

<p style="text-align: justify;">Das Engagement des BFFS hatte sich gelohnt: Der erste „Grundstein“ wurde gelegt, um den kurz befristet Beschäftigten, wie z. B. den Schauspielern, einen gerechteren Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 zu gewährleisten. Dieses Gesetz ist seit dem 1. August 2009 in Kraft, gilt zunächst für 3 Jahre und muss in dieser Zeit auf seine Wirksamkeit überprüft [...]


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</ol>]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Das Engagement des BFFS hatte sich gelohnt: Der erste „Grundstein“ wurde gelegt, um den kurz befristet Beschäftigten, wie z. B. den Schauspielern, einen gerechteren Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 zu gewährleisten. Dieses Gesetz ist seit dem 1. August 2009 in Kraft, gilt zunächst für 3 Jahre und muss in dieser Zeit auf seine Wirksamkeit überprüft werden. Darum wendet sich der BFFS mit seiner Zwischenbewertung der Reform an den Gesetzgeber und erinnert ihn daran, dass diese „Baustelle“ keineswegs erfolgreich abgeschlossen ist.<span id="more-1404"></span></p>
<h2 style="text-align: center;">Das Signal ist angekommen – mehr nicht</h2>
<h4 style="text-align: center;">Zwischenbewertung der Anpassungsregelung zum Bezug auf Arbeitslosengeld 1</h4>
<h5 style="text-align: justify;">Der Gesetzgeber hat die Misere der beschäftigten Künstler und Kulturschaffenden verstanden:</h5>
<p style="text-align: justify;">Die Filmschaffenden vor und hinter der Kamera, die gastierenden Künstler an den Theatern werden von ihren wechselnden Arbeitgebern nur kurz befristet engagiert. Normale unbefristete Beschäftigungen sind in dem Bereich die absolute Ausnahme. Die Dauer eines Engagements richtet sich danach, in welchen Zeiträumen der Arbeitgeber für sein Projekt auf den Beschäftigten zurückgreifen muss. Die Zeiten dazwischen gehören – völlig legal – nicht zur sozialversicherungspflichtigen Vertragszeit. Und natürlich reiht sich ein Engagement nicht nahtlos an das nächste. Dadurch sind Künstler und Kulturschaffende bei den sozialen Sicherungssystemen strukturell benachteiligt. Einerseits sind sie als Beschäftigte versicherungs- und beitragspflichtig, andererseits können sie im Bedarfsfall den sozialen Schutz kaum in Anspruch nehmen, weil sie die Fristen nicht erfüllen. Besonders beim Renten- und Arbeitslosengeldanspruch sind die permanent kurz befristet beschäftigten Künstler und Kulturschaffenden erheblich benachteiligt.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Gesetzgeber hat angefangen, auf diese Ungerechtigkeit zu reagieren, und am 19. Juni 2009 eine Regelung beschlossen mit dem Ziel, die Benachteiligung der kurz befristet Beschäftigten beim Arbeitslosengeld-1-Anspruch abzumildern.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Regelung ist weder eine „Gießkannenlösung“ noch eine „versteckte Kulturförderung“. Die verkürzte Anwartschaftszeit von 6 anstelle der regulären 12 Monate gilt nicht für alle Angestellten, ist aber auch nicht auf Künstler- und Kulturberufe beschränkt. Die Gesetzesänderung setzt vielmehr den Hebel genau dort an, wo die strukturelle Benachteiligung ihren Ursprung hat – beim Befristungscharakter der Beschäftigungen. Das war der richtige Ansatz, das war das richtige Signal.</p>
<h5 style="text-align: justify;">Die 6-Wochenbegrenzung ist zu knapp!</h5>
<p style="text-align: justify;">So zwingend es war, zu definieren, wie lang „kurz befristet“ sein sollte, so verfehlt war die Festlegung auf 6 Wochen. Die verkürzte Anwartschaftszeit kann zurzeit nur der in Anspruch nehmen, der in der 2-jährigen Rahmenfrist überwiegend in Engagements steckte, die nicht länger als 6 Wochen dauerten. Das mag vereinzelt für Schauspieler zutreffen, die hauptsächlich für Film und Fernsehen punktuell im Einsatz sind. Aber die Teamkollegen hinter der Kamera und die gastierenden Künstler am Theater arbeiten durchweg länger. Dieser Personenkreis ist von der Regelung von vorneherein völlig ausgeschlossen, was nicht die Absicht des Gesetzgebers gewesen seien dürfte. Um Regieassistenten, Garderobieren, Beleuchter, Kameraassistenten etc. bei Dreharbeiten und die vielen gastierenden Schauspieler an den schlecht bezahlenden Bühnen – kurz, die wirklich Bedürftigen – in den Wirkungskreis der neuen Regelung einzubeziehen, müsste die 6-Wochenbegrenzung auf zumindest 3 Monate verlängert werden.</p>
<h5 style="text-align: justify;">Die Verdienstgrenze ist ungerecht!</h5>
<p style="text-align: justify;">Außerdem hat der Gesetzgeber eine weitere Anspruchshürde aufgestellt. Wenn ein kurz befristet beschäftigter Kulturschaffende es schon schafft, mit Engagements, die nicht länger als 6 Wochen dauerten, die 6-monatige Anwartschaftszeit zu erfüllen, muss er zusätzlich nachweisen, dass sein sozialversicherungspflichtiger Verdienst in den letzten 12 Monaten vor der Arbeitslosigkeit brutto nicht höher als 30.240 € war. Andernfalls hat er keinen Anspruch. Die Bezugsgröße 30.240 € entspricht dem Durchschnittsbruttoverdienst aller Beschäftigten. Diese Hürde geht vollends an der Wirklichkeit vorbei und ist unfair.</p>
<p style="text-align: justify;">Angestellte mit normalen, unbefristeten Beschäftigungen sind – wenn überhaupt – nur befristet arbeitsuchend. Ihre Bewerbungskosten sind gering und sie müssen für eventuelle Zeiten der Erwerbslosigkeit nicht viel zurücklegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Angestellte mit kurz befristeten Beschäftigungen hingegen sind unbefristet arbeitsuchend. Ihre Bewerbungskosten sind enorm und sie müssen den größten Teil ihres Einkommens für Erwerbslücken und schlechte Beschäftigungszeiten zur Seite legen. Film- und Fernsehschauspieler beispielsweise zahlen mindestens 10 % plus MwSt. ihres Bruttoverdienstes an ihre privaten Arbeitsvermittler. Dabei muss die permanente Aktualisierung des Bewerbungsmaterials – Fotos, Videos, eigene Website, Setkartendruck, etc. – aus eigener Tasche bezahlt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Kurz, die Bruttojahresverdienste der Normalangestellten und der kurz befristet Beschäftigten sind nicht vergleichbar. Die soziale Bedürftigkeit ließe sich – wenn überhaupt – nur an den Nettoverdiensten ablesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Verdiensthürde, so hieß es damals, sei ein Instrument der „Gerechtigkeit“, das verhindere, dass die „Reichen“ unter den kurz befristet Beschäftigten Arbeitslosengeld 1 beanspruchen könnten. Dies Argument ist scheinheilig! Wenn ein leitender Bankangestellter, der jahrelang mit einem Bruttojahresverdienst von 300.000 € nach Hause geht, plötzlich seinen Job verliert, wird ihm kein Gesetz den Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 versagen mit der Begründung, er sei zu „reich“. Die neue Regelung bemüht sich an der einen Stelle redlich, die Benachteiligung der kurz befristet Beschäftigten aufzuheben, und schafft an der anderen Stelle kleinmütig mit der Verdienstgrenze für diesen Personenkreis eine neue Benachteiligung. Das ist widersinnig.</p>
<p style="text-align: justify;">Konsequent wäre, die Verdiensthürde völlig fallen zu lassen. Hilfreich wäre zumindest, sie auf die Jahresarbeitsentgeltgrenze anzuheben, die für die Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht gesetzlich vorgeschrieben ist.</p>
<h5 style="text-align: justify;">Künstler und Kulturschaffende werden durch die Anspruchsbedingungen ausgegrenzt.</h5>
<p style="text-align: justify;">Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zitierte damals eine Auswertung des Instituts für Arbeits- und Berufsforschung (IAB), nach der <em>„die Zahl der überwiegend mehrfach kurz befristet sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in einem Zeitraum von 2 Jahren mindestens 180, maximal aber 359 Tage beschäftigt waren, ca. 10 000 Personen jährlich nicht überschreiten wird“</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Selbst diese Zahl, die bescheidene Kosten vorhersagte, hielt der BFFS damals für maßlos übertrieben. Unsere Überlegung war folgende: Es gibt einschließlich der Schauspieler ca. 30.000 Filmschaffende, von denen mindestens 5.000 nicht zur beabsichtigten Zielgruppe gehören, weil sie selbständig tätig, unständig oder unbefristet beschäftigt sind. Von den restlichen 25.000 kurz befristet Beschäftigten können mindestens 5.000 auch die verkürzte 6-monatige Anwartschaftszeit nicht erfüllen. Unsere Bedenken waren, dass der Großteil der ca. 20.000 Übrigen entweder in der Regel länger als 6 Wochen engagiert ist, mehr als 30.240 € verdient oder beides – also durch die viel zu eng gesetzten Anspruchsvoraussetzungen chancenlos wäre, im Bedarfsfall Arbeitslosengeld 1 zu bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Anpassungsregelung zum Bezug auf Arbeitslosengeld 1 ist seit dem 1. August 2009 in Kraft und die bisherigen Erfahrungen scheinen unsere damalige Kritik zu bestätigen. Aus dem Kreis unserer 1.400 Mitglieder ist uns nur eine Handvoll bekannt, die nach der Gesetzesänderung Leistungen beanspruchen konnten. Das sind durchweg die „Schwächsten der Schwachen“ und wir sind glücklich über jede Unterstützung, die Bedürftige durch die neue Regelung erhalten konnten. Aber es sind viel zu wenige und viel zu viele rutschen im Fall der Erwerbslosigkeit gleich durch in Hartz IV.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Mitteilungen der anderen Berufsverbände, die sich wie der BFFS vehement für einen gerechten Arbeitslosengeld-1-Anspruch für kurz befristet beschäftigte Künstler und Kulturschaffende eingesetzt haben, decken sich mit unseren Erfahrungen. So wissen wir vom Dachverband aller Filmteamverbände „Die Filmschaffenden“ und vom Bundesverband der freien Theater (BuFT), dass die meisten Bedürftigen an den viel zu eng gesetzten Anspruchsbedingungen scheitern.</p>
<h5 style="text-align: justify;">Der Gesetzgeber sollte nachbessern – bald – und weiter in die Zukunft denken!</h5>
<p style="text-align: justify;">Mit der Verabschiedung des Gesetzes am 19. Juni 2009 hat der Gesetzgeber den Künstler und Kulturschaffenden gezeigt, dass er sich ihrer strukturellen Benachteiligung im Sozialversicherungssystem annehmen will. Dieses Signal ist bei uns angekommen und hat uns gefreut. Wenn der Gesetzgeber noch zu seinem Wort steht, die Ungerechtigkeiten Schritt für Schritt abzumildern, dann sollte er die oben genannten Mängel des im Ansatz richtigen Änderungsgesetzes beseitigen. Und er sollte damit nicht warten, bis die 3-jährige Befristung des Gesetzes abgelaufen ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Änderungsgesetz regelt im Falle der Arbeitslosigkeit den Leistungs-ANSPRUCH. Der Gesetzgeber und wir, die Betroffenen, sollten uns unabhängig von der Bewertung dieses Gesetzes auch Gedanken machen, wie in Zukunft die Sozialversicherungs-PFLICHT für kurz befristete Beschäftigungen gerechter gestaltet werden könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">So möchten wir mit den Fragen enden: Ist es im Sinne unseres Sozialsystems, dass Beschäftigungen immer mehr „outgesourct“, gestückelt und komprimiert werden, während die Angestellten mit gehörigen Beitragslücken zurückbleiben? Sollten befristete Beschäftigungen unterhalb eines Jahres nicht zumindest die ganzen beteiligten Kalendermonate über sozialversicherungspflichtig sein und nicht nur an den immer knapper werdenden einzelnen Beschäftigungstagen?</p>




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		<title>„Jede Nutzung muss vergütet werden”</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 09:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinrich Schafmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Gage]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[

<p style="text-align: justify;">Positionspapier des BFFS zur fairen Beteiligung von Schauspielern an der Wertschöpfungskette, mit besonderem Augenmerk auf die Entwicklungen im digitalen Zeitalter.</p>
<p style="text-align: justify;">Drehbuchautoren, Regisseure und Schauspieler schaffen durch ihre künstlerische Arbeit Film- und Fernsehwerke, die gesendet, wiederholt und weiterverwertet werden können. Hochwertige Qualität ist die Grundlage für einen wirtschaftlichen Erfolg. Im Bewusstsein der Öffentlichkeit ist im [...]


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<li><a href='http://blog.bffs.de/2009/12/branchenhearing-filmwirtschaft-am-12-03-09/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Branchenhearing Filmwirtschaft am 12.03.09'>Branchenhearing Filmwirtschaft am 12.03.09</a> <small> Die Arbeit des Schauspielers am Set ist unsichtbar. Was wir hinterher auf der Leinwand oder auf dem Bildschirm sehen, sind günstigstenfalls Menschen, die den Schauspieler vergessen machen. Je besser also die Arbeit des Schauspielers ist, desto weniger sieht man sie. Dieser Umstand führt leider oft zu dem Glauben, dass diese unsichtbare Arbeit des Schauspielers auch nicht existiere. [...]...</small></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:share-button href="http://blog.bffs.de/2010/04/%e2%80%9ejede-nutzung-muss-vergutet-werden%e2%80%9d/" type="box_count"></fb:share-button>
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<p style="text-align: justify;"><strong>Positionspapier des BFFS zur fairen Beteiligung von Schauspielern an der Wertschöpfungskette, mit besonderem Augenmerk auf die Entwicklungen im digitalen Zeitalter.</strong><span id="more-1382"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Drehbuchautoren, Regisseure und Schauspieler schaffen durch ihre künstlerische Arbeit Film- und Fernsehwerke, die gesendet, wiederholt und weiterverwertet werden können. Hochwertige Qualität ist die Grundlage für einen wirtschaftlichen Erfolg. Im Bewusstsein der Öffentlichkeit ist im Besonderen der Schauspieler mit einem Werk verbunden, weil er Gesicht zeigt, durch seine Physis, seine Gedanken und Gefühle den Stoff erst zum Leben erweckt. Weil er in Erinnerung bleibt, ist er besonders eng mit Erfolg oder Misserfolg eines Werkes verknüpft.</p>
<p style="text-align: justify;">Daraus folgt, dass eine Vergütung für diese künstlerische Tätigkeit nur dann als angemessen bezeichnet werden kann, wenn sie sowohl einen Lohn für die Arbeit umfasst als auch eine Vergütung bei Wiederholung und Folgeverwertung des Werkes, sprich eine Partizipation an der Wertschöpfungskette.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Beteiligung an den nachhaltigen Ertragsstrukturen ihrer Arbeit ist für diese kreativen Berufe zudem ein wichtiger Baustein ihrer sozialen Absicherung und vor allem auch der Altersvorsorge, weil ihr Berufsleben und damit auch ihre Ertragssituation extrem großen Schwankungen unterworfen ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Den prägenden und bestimmenden Anteil der Urheber und Leistungsschutzberechtigten am Werk hat der Gesetzgeber mit dem Urheberrechtsgesetz aus dem Jahre 2002 noch stärker anerkannt und versucht, ihre Rechtsposition zu stärken.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider sieht die Praxis anders aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das online- Engagement des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – Telemedienkonzepte</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Bereich der digitalen Verwertung von Werken ist das große Feld der Zukunft – ein weites Feld und völliges Neuland, was die Abgeltung von Urheberrechten anbelangt. Die Telemedienkonzepte von ARD und ZDF sehen z.B. die Einstellung von Fernsehfilmen und Serien in sog. Mediatheken vor, wo sie bis zu einem Jahr jederzeit rund um die Uhr abgerufen werden können – ohne allerdings die Kosten zur Abgeltung der Verwertungsrechte von Urhebern und Leistungsschutzberechtigten bei dieser umfangreichen Internet-Auswertung im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Dreistufentests anzusetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">So findet sich in den Telemedienkonzepten für die Internetverwertung z.B. bei der ARD der Wertansatz „null“. Ein solcher Wertansatz unterstellt also, dass eine Vergütung für diese neuartige Verwertung an die Urheber und Leistungsschutzberechtigten nicht gezahlt werden muss. Dieses widerspricht völlig der Üblichkeit auf internationalen Medienmärkten.</p>
<p style="text-align: justify;">Deshalb versuchen die Sender seit geraumer Zeit, für Urheber und Leistungsschutzberechtigte erweiterte Buyout-Regelungen durchzusetzen, vor allem über Tochterfirmen oder Auftragsproduktionen, um so ihre eigenen Tarifverträge, die sehr wohl Wiederholungshonorare und eine Beteiligung bei Folgeverwertungen vorsehen, zu umgehen. Angesichts der ungleichen Machtverhältnisse kommt dies in der Praxis einer erzwungenen Rechteabtretung gleich, die den Urhebern und Leistungsschutzberechtigten die Möglichkeit nimmt, durch die Nutzung dieser Rechte Einnahmen zu erzielen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der eine marktbeherrschende Stellung einnimmt, schließt hier seine werk- und programmprägenden Partner weitgehend aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Der BFFS fordert deshalb eine faire und angemessene Beteiligung der Urheber und Leistungsschutzberechtigten bei Bereitstellung von Auftrags- und Co-Produktionen zum Abruf in Telemedienangeboten.</p>
<p style="text-align: justify;">Zudem bedarf es einer gesetzlichen Klarstellung hinsichtlich der Abgrenzung, welche Art der Nutzung von Werken unter das Senderecht (§ 20 UrhG) fällt oder der öffentlichen Zugänglichmachung (§ 19 UrhG). Der gewichtige Unterschied zwischen diesen beiden unterschiedlichen Nutzungsarten wird durch die öffentlich-rechtlichen Sender zunehmend verwischt, indem sie versuchen, das Senderecht gummiartig ausdehnen und jede Nutzung im Internet darunter fallen zu lassen – ohne die unterschiedlichen Nutzungen den Urhebern und Leitungsschutzberechtigten zu vergüten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie viel ist kreative Arbeit wert? Wo sind die Verhandlungspartner?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Urheberrechtsgesetz aus dem Jahr 2002 hat der Gesetzgeber einen wichtigen Schritt zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern (Leistungsschutzberechtigten) getan.</p>
<p style="text-align: justify;">So ist in § 36 Abs. 1 UrhG geregelt, dass Urheber und Leistungsschutzberechtigte zusammen mit den Werknutzern gemeinsame Regeln aufstellen können zur Angemessenheit von Vergütungen (§ 32 UrhG).</p>
<p style="text-align: justify;">In der Praxis wird dieser Rechtsanspruch allerdings seit Jahren ausgehebelt. Nach mehrjährigen Verhandlungen erklärten sich die Produzenten für nicht zuständig für die Aufstellung verbindlicher Vergütungsregeln mit dem Argument, sie seien keine „Werknutzer“ im Sinne des § 36 Abs. 1 UrhG. Im Rahmen von Auftragsproduktionen hätten sie keine wirtschaftliche Freiheit, weil die Verwertungsrechte aus Filmen bei den Sendern lägen, z.B. beim ZDF. </p>
<p style="text-align: justify;">Die öffentlich-rechtlichen Sender wiederum weigern sich, Verhandlungen über gemeinsame Vergütungsregeln aufzunehmen, weil sie keine unmittelbaren Vertragspartner der Kreativen seien und damit auch keine Werknutzer im Sinne des § 36 UrhG.</p>
<p style="text-align: justify;">Der tatsächliche Wille auf Verwerterseite, verbindliche gemeinsame Vergütungsregeln aufzustellen, ist nicht zu erkennen und die Urheber und Leitungsschutzberechtigten werden in der Folge wie in einem Ping-Pong-Spiel hin- und hergeschoben. Im Gegenteil wird der gesetzliche Anspruch auf eine angemessene Vergütung nach § 32 fortwährend ausgehöhlt, indem sich die Kreativen dramatisch sinkenden Gagen und zunehmend Dumpinglöhnen ausgesetzt sehen. Der Anspruch auf Wiederholungshonorare und Vergütung bei Folgeverwertung, der in den Tarifverträgen der öffentlich-rechtlichen Sender vorgesehen ist, wird zunehmend über produzierende Sendertöchter oder Auftragsproduktionen umgangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Bild des Schauspielers in der Öffentlichkeit ist leider immer noch geprägt von einer Handvoll gutverdienender „Stars“, für die überwiegende Mehrheit der Schauspieler sieht die Situation aber vollkommen anders aus. Die derzeitige Praxis nimmt für viele Film- und Fernsehschauspieler mittlerweile existenzbedrohende Ausmaße an.</p>
<p style="text-align: justify;">Gesetzlich gibt es zwar die theoretische Möglichkeit, gerichtlich festzustellen, dass Produzenten und/oder Fernsehanstalten Werknutzer im Sinne des § 36 UrhG sind, allerdings sind die meisten Verbände der Urheber und Leistungsschutzberechtigten mit einer solchen Klage wirtschaftlich überfordert.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor diesem Hintergrund fordert der BFFS die Politik dringend auf, durch eine gesetzliche Klarstellung des Begriffs „Werknutzer“ dafür zu sorgen, dass § 36 UrhG nicht weiterhin in der Praxis ins Leere läuft bzw. von den Fernsehsendern und Produzenten unterlaufen werden kann. Eine Möglichkeit zur Klarstellung könnte aus Sicht des BFFS darin bestehen, dass § 36 UrhG mit einer Legaldefinition des „Werknutzers“ ergänzt wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Waffengleichheit? Für faire Vertragsbedingungen und eine angemessene Beteiligung – Umsetzung der Aufforderung der Länder im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Länder haben der großen Ungleichheit der Verhandlungspositionen Rechnung getragen und den öffentlich-rechtlichen Sendern in einer Protokollerklärung zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag einen klaren Auftrag erteilt.</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>„Die Länder bekräftigen ihre Auffassung, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Bereich Film- und Fernsehproduktionen Unternehmen sowie <span style="text-decoration: underline;">Urhebern und Leistungsschutzberechtigten</span> ausgewogene Vertragsbedingungen und eine <span style="text-decoration: underline;">faire Aufteilung der Verwertungsrechte</span> gewähren soll. Sie fordern die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf, dazu in ihren Selbstverpflichtungen nähere Aussagen zu treffen.“</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Diese näheren Aussagen sind bis heute leider ausgeblieben, im Gegenteil, die Situation bei der fairen Aufteilung der Verwertungsrechte hat sich dramatisch verschlechtert.</p>
<p style="text-align: justify;">Der BFFS bittet insofern die Verantwortlichen der Länder eindringlich, hier auf eine Einhaltung des erteilten Auftrags hinzuwirken und die Protokollerklärung bei der nächsten Novelle des Rundfunkstaatsvertrags ins Gesetz aufzunehmen, um ihr stärkeres Gewicht zu verschaffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein erster Schritt zu einer fairen Beteiligung wäre es, wenn sich die öffentlich-rechtlichen Sender, denen aufgrund ihrer Gebührenfinanzierung eine hohe soziale Verantwortung zukommt, an ihre internen Tarifverträge hielten und diese zudem zur verbindlichen Grundlage aller von ihnen vergebenen Auftragsproduktionen machten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir kommen Euch anders</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Sehgewohnheiten und das Rezeptionsverhalten in unserer Gesellschaft ändern sich mit der Digitalisierung der Welt auf rasante Weise. Stand früher der klassische Fernseher alleine im Mittelpunkt, werden Film- und Fernsehwerke zunehmend auf immer neuen Bildschirmen und Displays abgerufen und angeschaut, auf Monitoren von PCs, Laptops, Notebooks, auf Handydisplays – vielleicht sogar irgendwann auf dem Display Ihrer Spülmaschine <img src='http://blog.bffs.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Darüber freuen wir uns, denn wir leben davon, dass unsere Werke gesehen werden. Um Berufe wie Drehbuchautoren, Regisseure und Schauspieler aber auch in Zukunft als hoch spezialisierte Berufe zu erhalten und nicht zum Hobby werden zu lassen, muss eine Grundbedingung gelten:</p>
<p style="text-align: justify;">Jede Nutzung muss vergütet werden!</p>




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		<title>Pressemitteilung: BFFS beschließt Tariffähigkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 11:01:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BFFS</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

<p>Mitgliederversammlung der Schauspieler votiert für Unabhängigkeit</p>
<p>Berlin, den 22. Februar 2010 </p>
<p>Mit einstimmigem Beschluss verabschiedete die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Film- und Fernsehschauspieler in Berlin die Tariffähigkeit des Verbandes. Dieses Votum versetzt den BFFS in die Lage, als Spitzenorganisation der in Deutschland tätigen Film- und Fernsehschauspieler künftig auch Verhandlungen zu tarifpolitischen Interessen der Schauspieler mit Produzenten und Sendern [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:share-button href="http://blog.bffs.de/2010/02/pressemitteilung-bffs-beschliest-tariffahigkeit/" type="box_count"></fb:share-button>
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<p><strong>Mitgliederversammlung der Schauspieler votiert für Unabhängigkeit</strong></p>
<p>Berlin, den 22. Februar 2010 </p>
<p>Mit einstimmigem Beschluss verabschiedete die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Film- und Fernsehschauspieler in Berlin die Tariffähigkeit des Verbandes. Dieses Votum versetzt den BFFS in die Lage, als Spitzenorganisation der in Deutschland tätigen Film- und Fernsehschauspieler künftig auch Verhandlungen zu tarifpolitischen Interessen der Schauspieler mit Produzenten und Sendern zu führen. Darüber hinaus entschied die Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit die Wahrung der Unabhängigkeit des Verbandes. „Unser Anspruch muss sein: von Schauspielern für Schauspieler. Zur Durchsetzung unserer Interessen werden wir mit anderen Verbänden kooperieren, aber niemand kann unsere Interessen besser vertreten als wir selbst“, kommentierte Heinrich Schafmeister, Vorstandsmitglied des BFFS, die erfolgreiche Abstimmung.</p>
<p><span id="more-1291"></span></p>
<div id="attachment_1294" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.bffs.de/wp-content/uploads/2010/02/foto_bffs_vorstand_900x600.jpg"><img class="size-medium wp-image-1294 " title="Foto_BFFS_Vorstand_900x600" src="http://blog.bffs.de/wp-content/uploads/2010/02/foto_bffs_vorstand_900x600-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">BFFS-Vorstand: (v.li.n.re) 1.Reihe: Antoine Monot Jr., Julia Beerhold, Thomas Schmuckert, Michael Brandner 2. Reihe: Hans-Werner Meyer, Heinrich Schafmeister. 2. Reihe rechts und hinten: Bernhard F. Störkmann, Brien Dorenz (geschäftsführender Justiziar/Rechtsanwalt). Foto: Sebastian Hartz. </p></div>
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<p>Vorstand wieder gewählt</p>
<p></strong></p>
<p>Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung stand die Wahl des Vorstandes, der mit großer Mehrheit wiedergewählt wurde. Die Mitglieder anerkannten damit die erfolgreiche Arbeit des sechsköpfigen Vorstandes: Michael Brandner, Hans-Werner Meyer, Antoine Monot Jr., Heinrich Schafmeister, Julia Beerhold und Thomas Schmuckert. </p>
<p>Die Arbeit des BFFS hat maßgeblich dazu beigetragen, den erleichterten Bezug von Arbeitslosengeld 1 und die Anerkennung von Krankengeld für Schauspieler durchzusetzen. Dennoch mahnte der BFFS-Vorstand, dass vor allem die Gesetzeslage zum Bezug von Arbeitslosengeld 1 noch unzureichend auf die tatsächliche Situation von Schauspielern abgestimmt ist. </p>
<p>Für das anstehende Jahr stellte der BFFS mit der „Spielzeit 2010“ das Programm des Bundesverbandes vor und holte sich die Zustimmung der Mitglieder. Neben der weiteren Verfolgung der sozialen Interessen wird der Fokus des BFFS auf einer Kampagne für angemessene Vergütung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Schauspieler liegen. </p>
<p>In seiner Ansprache begrüßte Gastredner Hans Schlosser, Vorstand der Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände, die Schauspieler und wies darauf hin, dass für die Verhandlungen mit Produzenten, Sendern und Verwertern eine starke Kooperation der einzelnen Filmschaffenden-Verbände gebildet werden müsse. </p>
<p>Vorstandsvorsitzender Michael Brandner schloss die engagiert geführte Mitgliederversammlung mit dem Appell an seine Schauspielerkollegen, weitere Mitglieder zu gewinnen. „Der BFFS zählt heute über 1.300 Mitglieder und wir werden täglich mehr. Von den Erfolgen, die wir erarbeiten, profitieren heute bereits viele Schauspieler. Aber wir brauchen noch viel mehr Unterstützer, um kraftvoll agieren und die Probleme in unserer Branche lösen zu können.“ </p>
<p><strong>Der BFFS – Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler e.V.</strong> </p>
<p>Der BFFS vertritt die Interessen der Film- und Fernsehschauspieler in Deutschland. Seit seiner Gründung im April 2006 stellt der Bundesverband mit rund 1.350 Mitgliedern heute den größten Interessenverband der nationalen Film- und Fernsehindustrie. </p>
<p>Hauptanliegen ist eine erfolgreiche und im internationalen Kontext konkurrenzfähige Film- und Fernsehindustrie mit transparenten und fairen Regeln für alle Beteiligten. In dem Bewusstsein, dass Schauspieler Rückrat und Gesicht einer wichtigen Branche mit hohem Zukunftspotential sind, pflegt der Bundesverband eine enge Vernetzung mit Politik, Sendern, Produzenten und anderen Filmverbänden. </p>
<p>Zu den Zielen des BFFS zählen die Schaffung fairer Arbeitsbedingungen und verlässlicher sozialer Standards, sowie die Förderung, Ermöglichung und der Schutz künstlerischer Qualität in Ausbildung und Produktion.  </p>
<p>Abdruck honorarfrei. Beleg erbeten. </p>
<p>Weitere Informationen:<br />
orangeblue relations GmbH<br />
Antje Meyer<br />
Torstr. 218<br />
10115 Berlin<br />
Tel.: 030/284878-0<br />
Fax: 030/284878-20<br />
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		<title>Leider keine BFFS-Party 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 09:59:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BFFS</dc:creator>
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<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>die Berlinale 2010 mit all Ihren Festen, Galas und Parties steht kurz bevor.</p>
<p>In den letzten beiden Jahren haben auch wir, der Vorstand des BFFS, zu einer eigenen BFFS-Party eingeladen. Viele von Ihnen haben schon nachgefragt, wo sie sich zur diesjährigen Party anmelden können. Doch in diesem Jahr wird es leider keinen BFFS-Event zur [...]


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<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>die Berlinale 2010 mit all Ihren Festen, Galas und Parties steht kurz bevor.</p>
<p>In den letzten beiden Jahren haben auch wir, der Vorstand des BFFS, zu einer eigenen BFFS-Party eingeladen. Viele von Ihnen haben schon nachgefragt, wo sie sich zur diesjährigen Party anmelden können. Doch in diesem Jahr wird es leider keinen BFFS-Event zur Berlinale geben.</p>
<p>Der Grund ist denkbar einfach: Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise lassen sich an der Sponsoringbereitschaft möglicher Kooperationspartner ablesen. Es standen uns zu wenig Sponsorengelder zur Verfügung, um eine angemessene Party zu veranstalten. Für die Finanzierung des Events einen nicht unerheblichen Anteil Ihrer Mitgliedsbeiträge zu verwenden, kam für uns jedoch nicht in Frage. Ihre Mitgliedsbeiträge müssen wir ausschließlich in unsere politische Lobby-Arbeit stecken und dürfen damit keine Feiern, so schön und inspirierend sie sind, finanzieren. Es gibt genug zu tun und wir nehmen Ihren Auftrag dabei sehr ernst. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.</p>
<p><span id="more-1286"></span></p>
<p>Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir haben die Organisation der Berlinale Party intern neu strukturiert und aufgestellt und haben mit der Planung der Berlinale Party 2011 schon begonnen. Mehr Informationen dazu gibt es an der BFFS-Mitgliederversammlung.</p>
<p>Wir freuen uns sehr Sie dort zu treffen: am 16.02.2010 um 12h im CineStar der Kulturbrauerei. Die Einladung ist Ihnen bereits zugegangen.</p>
<p>Wir wünschen Ihnen eine spannende und inspirierende Berlinale, mit vielen Gründen gut und gern zu feiern.</p>
<p>Antoine Monot, Jr.</p>
<p>stellvertretend für den gesamten Vorstand</p>




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		<title>Die GVL-Kürzungen: Eine bittere Pille – Was sind die Hintergründe?</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 12:39:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BFFS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[GVL]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Verwertungsgesellschaft]]></category>

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<p style="text-align: justify;">Liebe Kolleginnen und Kollegen, in den letzten Wochen des ausgehenden Jahres 2009 erreichte die meisten von uns ein Brief der GVL, in dem sie einen Rückgang der jährlichen Vergütung um ungefähr die Hälfte ankündigte. Ein Blick auf das Konto Anfang Dezember ließ dies zur traurigen Wahrheit werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Für viele von uns war das [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<fb:share-button href="http://blog.bffs.de/2010/01/die-gvl-kurzungen-eine-bittere-pille-%e2%80%93-was-sind-die-hintergrunde/" type="box_count"></fb:share-button>
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<p style="text-align: justify;">Liebe Kolleginnen und Kollegen, in den letzten Wochen des ausgehenden Jahres 2009 erreichte die meisten von uns ein Brief der GVL, in dem sie einen Rückgang der jährlichen Vergütung um ungefähr die Hälfte ankündigte. Ein Blick auf das Konto Anfang Dezember ließ dies zur traurigen Wahrheit werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Für viele von uns war das geradezu ein Schock so kurz vor Weihnachten, die erwarteten Gelder waren fest eingeplant oder bereits verplant worden.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben seitdem versucht, bei den BFFS-Stammtischen und anderen Gelegenheiten über die Hintergründe dieser Kürzungen aufzuklären, aber natürlich auf diesem Wege längst nicht alle Kollegen erreicht.<br />
Da die Fragen zu diesem Thema nicht abreißen, möchten wir versuchen, die recht komplexen Zusammenhänge, die zu den schmerzhaften Einschnitten bei der Ausschüttung geführt haben, möglichst verständlich darzustellen, auch auf die Gefahr hin, einige Sachverhalte deutlich zu vergröbern.<span id="more-1278"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Eins vorweg:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
Die Enttäuschung und der Unmut über die Kürzungen haben bei einigen Kollegen den Ruf nach Protesten und Einspruch laut werden lassen – all dies ist verständlich, nur ist die GVL hierfür die falsche Zielscheibe.</p>
<p style="text-align: justify;">Um es einmal klar zu sagen: Die GVL vertritt die Interessen aller Leistungsschutzberechtigten, sie steht auf unserer Seite, wir haben den besten Kontakt zu ihr, sie ist keinesfalls unser Gegner.<br />
Im Gegenteil: Wir sind ein Teil der GVL, Künstler aller Sparten sitzen im Beirat der GVL und bestimmen mit über Verteilungspläne und Ausschüttung – neben den Produzenten und Verwertern.<br />
Denn das ist das Besondere an dieser Gesellschaft: In einem immer wieder auszutarierenden Verhältnis vereint die GVL Produzenten und Künstler mit ihren teils gegensätzlichen Interessen unter einem Dach und schafft es seit vielen Jahren, unter diesen fragilen Verhältnissen immer wieder einen Ausgleich zum Wohle aller herzustellen &#8211; unter der Mithilfe engagierter, ehrenamtlich tätiger Schauspieler, Musiker, Regisseure usw. <a title="blocked::http://newsletter.monocence.net/t/r/l/ulutky/mkjitbh/y" href="http://newsletter.monocence.net/t/r/l/ulutky/mkjitbh/y">Zur Geschichte der Verwertungsgesellschaften</a><br />
Wahrlich keine kleine Tat &#8211; und das zu europaweit ungeschlagen niedrigen Verwaltungskosten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Die 3 Hauptgründe für das Zurückgehen der Vergütung:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
<strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Grund 1:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><strong><strong></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">aus den USA (Nicht-EU-Repertoire), sprich für Madonna und Co., die die GVL zu </span></span></strong></strong><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Rückstellungen in Höhe von 28,418 Mio. gezwungen haben.</span></span></strong></strong><br />
<strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Dies macht den Löwenanteil der Kürzungen aus, über 60%!!!, und war für uns nicht </span></span></strong></strong><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">vorhersehbar.</span></span></strong></strong><br />
</span></strong><br />
Was bedeuteten diese Forderungen?</p>
<div id="attachment_1282" class="wp-caption alignright" style="width: 361px"><img class="size-full wp-image-1282" title="20100115 GVL-Kürzung" src="http://blog.bffs.de/wp-content/uploads/2010/01/20100115-gvl-kuerzung.jpg" alt="Die 3 Gründe der GVL-Kürzungen" width="351" height="468" /><p class="wp-caption-text">Die 3 Gründe der GVL-Kürzungen</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die Forderung des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) nach Vergütungen für Künstler</p>
<p style="text-align: justify;">Salopp ausgedrückt: Bisher bekamen amerikanische Künstler in der Regel keine Vergütung für die Werke, die bei uns gespielt wurden, sondern das Geld floss u.a. in unsere Taschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Anders ausgedrückt:</p>
<p style="text-align: justify;">Bisher wurde der Anteil der US-amerikanischen Tonträgerproduktionen, der in Deutschland einen Nutzungsanteil von ca. 45% hat (z.B. Songs amerikanischer Künstler, die auf allen Radiokanälen raufund runter gespielt werden), nicht durch die GVL vergütet. Es gab ja auch fast keine Wahrnehmungsverträge zwischen der GVL und den amerikanischen Künstlern. Stattdessen hat die GVL diese Verteilungssumme an die übrigen, hauptsächlich deutschen Künstler, ausgeschüttet.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses seit Jahren praktizierte Verfahren wurde nun in Frage gestellt und kann so nicht länger aufrechterhalten werden. Die großen Plattenfirmen innerhalb des Bundesverband Musikindustrie (BVMI), insbesondere die deutschen Töchter internationaler Konzerne wie Universal, Sony, Warner und EMI verlangen von der GVL nämlich seit 2007 erstmals Ausschüttungen für die bei ihnen unter Vertrag stehenden Künstler. Sie berufen sich hierbei darauf, dass die Künstler aus den USA ihre Zweitverwertungsrechte wirksam an die Tonträgerhersteller abgetreten hätten. Dies ist nach dem amerikanischen Urheberrecht (Copyright) möglich – im Gegensatz zu Deutschland, wo Urheber- und Leistungsschutzrechte an die Person gebunden sind und die Zweitverwertungsrechte von Künstlern und Herstellern treuhänderisch von Verwertungsgesellschaften wie der GVL wahrgenommen werden<br />
(http://de.wikipedia.org/wiki/Copyright).</p>
<p style="text-align: justify;">Hiermit werden nun viele Fragen aufgeworfen:<br />
Genießen diese Künstler überhaupt Rechte und Vergütungsansprüche nach dem deutschen Urheberrechtsgesetz?<br />
Haben diese Künstler ihre gesetzlichen Vergütungsansprüche überhaupt wirksam an die Tonträgerhersteller übertragen? Und wenn für welches Repertoire?<br />
Müssen diese Vergütungsansprüche an die mit der GVL durch Wahrnehmungsvertrag verbundenen Tonträgerhersteller – die deutschen Töchter der großen amerikanischen Multis – ausbezahlt werden, weil diese mit ihren Mutterfirmen über sog. Matrix-Agreements verbunden sind?<br />
Und, und, und…</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Kurz gesagt:</span></span></strong></strong> Zu dieser Auseinandersetzung steht eine Entscheidung noch aus. Getroffen wird sie durch das Deutsche Patent- und Markenamt, der zuständigen Aufsichtsbehörde für die deutschen Verwertungsgesellschaften. Wann diese Entscheidung gefällt wird, steht in den Sternen, Scharen von Rechtsanwälten bombardieren sich z.Z. mit Gutachten.</p>
<p style="text-align: justify;">Deshalb musste der Beirat der GVL beschließen, die entsprechende Summe zurückzustellen und nicht an die Kreativen auszuschütten (28,418 Mio., was über 60% der Kürzung ausmacht).<br />
Schließlich kann die GVL ja im Falle einer negativen Entscheidung im Nachhinein schlecht an die einzelnen Künstler herantreten und Geld zurückfordern.</p>
<p style="text-align: justify;">Einige haben gefragt, warum die Forderungen der Tonträgerhersteller auch Schauspieler betreffen.<br />
Der Grund: Sie betreffen Vergütungen aus dem Topf „Öffentliche Wiedergabe“, der keine Aufsplittung in verschiedene Berechtigten-Gruppen aufweist. Schon aus einer übergeordneten Sichtweise sollte man nun dieses Solidarprinzip nicht in Frage stellen. Zudem ist unsere Berufsgruppe bisher sehr gut mit diesem Prinzip gefahren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Grund 2:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
<strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Die Vergütungen für Privatkopien sind aufgrund der letzten Urheberrechtsnovelle erheblich </span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">gesunken. Hieraus resultieren ca. 30% der Kürzungen.</span></span></strong></strong><br />
</span></strong><br />
Worum geht es?</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Zweitverwertung ergibt sich u.a. aus der Annahme, dass unzählige Menschen im Lande privat z.B. Filme und Musik mittels Recordern, MP3-Playern, Computern, DVD- und CD-Rohlingen kopieren und aufzeichnen.<br />
Logischerweise ein Ding der Unmöglichkeit für den Künstler, mit jedem dieser Menschen persönlich einen Vertrag zu machen. Damit er dennoch zu seinem Recht kommt, hatte der Gesetzgeber in der Vergangenheit für jedes Gerät und jedes Speichermedium einen festen Vergütungssatz gesetzlich festgelegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit der Urheberrechtsnovelle (dem sog. „Zweiten Korb“) von 2007 unter der Regierung Schröder wurden diese festen Vergütungssätze abgeschafft. Schröder hatte ein allzu offenes Ohr für die Argumente der Hersteller, die Vergütungssätze verschafften ihnen Wettbewerbsnachteile und seien angesichts fallender Gerätepreise viel zu hoch.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine ganze Reihe weiterer „Grausamkeiten“ (z.B. die ursprünglich vorgesehene 5 %-Obergrenze vom Verkaufspreis des Gerätes) konnte zwar damals durch den vehementen Einspruch der betroffenen Verbände (auch von Seiten des BFFS) abgewendet werden. Leider nicht in diesem Punkt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem neuen Recht müssen daher die Beteiligten, also die Verwertungsgesellschaften und die Verbände der Geräte- und Speichermedienhersteller, seit dem 01.01.2008 die Vergütung für jeden einzelnen Gerätetyp und jedes einzelne Speichermedium selbst miteinander aushandeln (§ 54 a UrhG i.V.m.§13a Urheberrechtswahrnehmungsgesetz).<br />
Die Verhandlungen für die Verwertungsgesellschaften, z.B. GVL, GEMA, VG Bild-Kunst, VG Wort u.a., führt die Zentralstelle für Private Überspielungsrechte (ZPÜ).</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Verhandlungen sind von Seiten der Gerätehersteller lange Zeit verschleppt worden.<br />
Seitdem blieben Zahlungen entweder vollständig aus oder wurden nur in unzureichender Höhe geleistet.<br />
Folge: Die Einnahmen der GVL sind für das Jahr 2008 im Vergleich zu 2007 erheblich gesunken, allein für die Künstler bewegt sich das in einer Größenordnung um die 12 Mio.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Grund zur Hoffnung:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
Nach neuesten Informationen der GVL hat es mittlerweile bei den Verhandlungen einen Durchbruch gegeben und ein Abschluss, der auch rückwirkend neue Regelungen beinhaltet, rückt in greifbare Nähe. Damit wächst die Aussicht, dass es noch in diesem Jahr zu einer Sonderausschüttung kommen kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Grund 3:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
<strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Die europäischen Schwestergesellschaften haben für ihre Mitglieder einen höheren Anteil an </span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">den Künstlervergütungen gefordert. Auswirkung auf die uns betreffenden Kürzungen: etwa 7-</span></span></strong></strong><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">8%.</span></span></strong></strong><br />
</span></strong><br />
Problem ist hier, dass die GVL als einzige Gesellschaft in Europa noch <strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">entgeltbezogen</span></span></strong></strong> abrechnet &#8211; nach Höhe unserer Gage/Honorar, was für uns durchaus von Vorteil war &#8211; alle anderen bezogen auf die <strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">tatsächliche Nutzung. </span></span></strong></strong>Sprich, nur das wird vergütet, was auch tatsächlich genutzt, also z.B. gesendet wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Weil die Systeme nicht kompatibel sind, hat die GVL bisher &#8211; bis auf wenige und in der Summe geringe Ausgleichszahlungen &#8211; für die Werknutzung ausländischer Künstler in Deutschland keine Vergütungen für die Mitglieder europäischer Schwestergesellschaften ausgezahlt, sondern dieses Geld an die eigenen GVL-Mitglieder ausgeschüttet &#8211; und diese damit für deren Nutzung im Ausland<br />
kompensiert &#8211; denn umgekehrt flossen aufgrund der inkompatiblen Systeme bis auf marginale Ausnahmen auch keine Gelder vom Ausland an die GVL.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese langjährige Praxis haben viele europäische Verwertungsgesellschaften nicht mehr akzeptiert – eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission ist anhängig &#8211; und für das Verteilungsjahr 2008 Ausgleichszahlungen für ihre Künstler gefordert. Wenn das deutsche System nicht kompatibel sei, sei das ein Problem der GVL. Folge ist eine pauschale Ausgleichszahlung im kleinen einstelligen Millionenbereich, die in ihrer Bedeutung für die diesjährige Kürzung der GVL-Vergütung aber nur ca. 7-8% ausmacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit der Umstellung ihres Verteilungssystems und dem derzeitigen Aufbau einer umfassenden Werkdaten- und Mitwirkenden-Datenbank (mit dem kompletten Repertoire der von der GVL vertretenen Künstler) schafft die GVL die Voraussetzung dafür, in Zukunft umgekehrt auch die Vergütungen für die Nutzung deutscher Künstler im Ausland von den Schwestergesellschaften einziehen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein großer Vorteil der GVL-Umstellung liegt darin, dass durch eine Vergleichbarkeit mit den anderen Systemen die Möglichkeit besteht, europaweit Gegenseitigkeitsverträge abzuschließen.<br />
Damit wäre die GVL in der Lage, Vergütungen für deutsche Künstler einzuziehen und auszuschütten, egal ob der Film oder das Musikstück z.B. in Spanien oder in Frankreich gesendet worden ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Fazit und Ausblick:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
Die Kürzung der Künstler-Vergütungen ist eine bittere Pille für uns.<br />
Mit der Umstellung des Verteilungssystems der GVL kommen zudem weitere Umwälzungen und große Unwägbarkeiten auf uns zu.<br />
Der BFFS begleitet diesen Prozess seit längerer Zeit und versucht, in konstruktiven Gesprächen zusammen mit der GVL einen fairen Modus für die Schauspieler zu erarbeiten, immer dem Grundgedanken folgend: so gerecht und so unbürokratisch wie möglich.<br />
Wir werden Euch demnächst über den Stand der Dinge informieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Es bleibt zu hoffen, dass möglichst schnell, zumindest in einem gewissen Umfang,<br />
Sonderausschüttungen durch die GVL erreicht werden können.</p>
<p style="text-align: justify;">Unabhängig davon wird der BFFS alles in seiner Macht stehende tun, um gegenüber den politisch Verantwortlichen auf die Missstände beim derzeitigen Urheberrecht in der Informationsgesellschaft hinzuweisen.<br />
In einem ersten Schritt ist dies bereits im letzten Jahr mit einer Stellungnahme des <strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">BFFS zum </span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Urheberrecht in der Informationsgesellschaft </span></span></strong></strong></span></strong>an das Bundesministerium für Justiz erfolgt.<br />
Weiterhin erwägen wir eine Stellungnahme und Beschwerde gegenüber dem Deutschen Patent- und Markenamt bezüglich der Forderungen des BVMI.</p>
<p style="text-align: justify;">In Zukunft wird es aber darauf ankommen, dass der GVL und damit allen Leistungsschutzberechtigten neue Zweitverwertungsrechte vom Gesetzgeber zugesprochen werden – vor allem im Bereich des Internets und unserer schönen digitalen Welt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Auseinandersetzungen um die Künstlervergütungen der GVL sind nur ein Anzeichen dafür, dass auf dem Feld des Urheberrechts die entscheidenden Auseinandersetzungen der Zukunft geführt werden – mit beträchtlichen Auswirkungen auf unsere Berufsgruppe.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt viel Arbeit, packen wir´s an &#8211; wo immer möglich im Schulterschluss mit den befreundeten Verbänden unserer Branche.</p>




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