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	<title>BFFS Themen Blog &#187; Leistungsschutz</title>
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		<item>
		<title>Warum nur 1 Prozent?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 09:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinrich Schafmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[GVL]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Verwertungsgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[ Die Hintergründe der katastrophal kümmerlichen GVL-Ausschüttungen <p style="text-align: justify;" align="center">Das war ein übler Schock zum Jahreswechsel. Rückmeldungen unserer Mitglieder ergaben: Schauspieler haben bei der letzten GVL-Ausschüttung im Schnitt nur 1 % erhalten im Vergleich zum Vorjahr. Die erste Ausschüttung nach der Verteilungsumstellung vom honorarbasierten zum nutzungsorientierten System geriet zum Desaster für Schauspieler. Wo liegen [...]


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<li><a href='http://blog.bffs.de/2011/12/kurzmitteilung-zur-rechteubertragung-an-die-gvl/' rel='bookmark' title='Kurzmitteilung zur Rechteübertragung an die GVL'>Kurzmitteilung zur Rechteübertragung an die GVL</a> <small> Liebe Mitglieder, in den letzten Tagen erreichte uns eine Fülle von Anrufen und Nachfragen zum neuen Wahrnehmungsvertrag der GVL, insbesondere zum Beiblatt Rechteübertragung an die GVL. Dieses Beiblatt kam leider ohne jegliche Erläuterung seitens der GVL und hat zu erheblicher Verwirrung geführt: Was ist, wenn ich einen Vertrag mit der französischen ADAMI habe? Was [...]...</small></li>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<h2 style="text-align: center;">Die Hintergründe der katastrophal kümmerlichen GVL-Ausschüttungen</h2>
<p style="text-align: justify;" align="center"><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Das war ein übler Schock zum Jahreswechsel. Rückmeldungen unserer Mitglieder ergaben: Schauspieler haben bei der letzten GVL-Ausschüttung im Schnitt nur 1 % erhalten im Vergleich zum Vorjahr. Die erste Ausschüttung nach der Verteilungsumstellung vom honorarbasierten zum nutzungsorientierten System geriet zum Desaster für Schauspieler. Wo liegen die Gründe? Der BFFS hat die GVL um eine schnelle Stellungnahme gebeten und diese bereits bekommen.<span id="more-1983"></span></span></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Zwar hatte der BFFS im Vorfeld erfahren, dass die „Weihnachtsgelder“ der GVL wohl später und erheblich geringer ausfallen würden als in den Vorjahren (<a title="Verspätete „Weihnachten“ mit wenig „Bescherung“" href="http://blog.bffs.de/2011/12/verspatete-%e2%80%9eweihnachten%e2%80%9c-mit-wenig-%e2%80%9ebescherung%e2%80%9c/" target="_blank">wir berichteten darüber</a>). Aber die Rückmeldungen zahlreicher Mitglieder, die inzwischen ihre GVL-Gelder bekommen haben, und auch die persönlichen Erfahrungen der Vorstandsmitglieder belegen, dass „erheblich geringer“ geradezu verniedlichend klingt, wenn beispielsweise statt 10.000 nur 125 Euro, statt 8000 nur 13 Euro und bei machen nur 5 Euro ausgezahlt wurden.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Unsere Empörung ist groß und mehr als verständlich. Was haben wir Schauspieler die GVL betreffend in letzter Zeit nicht alles durchmachen müssen:</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Zunächst waren wir im Zuge der europäischen Rechtsvereinheitlichung gezwungen, uns vom alten, gewohnten Honorarsystem zu verabschieden. Dann haben uns gerade die Umstellung auf das neue ARTSYS-System und die Erfassung der Drehtage bzw. Synchrontakes besonders bei alten Filmen große Mühe und viel Zeit gekostet. Manche Schauspieler haben sogar fremde Hilfe in Anspruch genommen und nicht schlecht dafür bezahlt. So müssen wir die jetzigen 1%-Auszahlungen als Hohn empfinden. Und auch das der GVL-Abrechnung beigefügte dreiseitige, aber leider trotzdem wenig aufschlussreiche Schreiben der GVL kann uns nicht darüber hinwegtrösten.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Darum hat der BFFS bereits am 9. Januar der GVL geschrieben, ihre schlechte Informationspolitik kritisiert und zahlreiche Fragen an sie gerichtet, um die Gründe für die desaströsen Ausschüttungen an Schauspieler zu erfahren. Schon nach einer Woche hat der BFFS von der GVL die geforderten Antworten erhalten. Die Unverzüglichkeit, mit der die GVL auf unseren Brief reagiert hat, ist zumindest erfreulich. <a title="BFFS-Fragen und GVL-Antworten" href="#BFFS-GVL">Der Wortlaut unseres Briefes und des GVL-Schreibens befinden sich am Ende dieses Newsletters</a>.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center"><strong>Die Aussagen der GVL zeichnen nun zusammengefasst folgendes Bild:</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Für die drastische Minderung unserer GVL-Gelder sind ein ganzes Bündel an Gründen verantwortlich, die alle eines gemeinsam haben: Sie schmälern den Verteilungskuchen, der für alle Leistungsschutzberechtigten gedacht ist, aber in ganz besonderer Weise den Schauspieleranteil. </p>
<ol>
<li>
<div style="text-align: justify;" align="center">Ungeheure 85% der GVL-Einnahmen gelangen nicht in die Verteilung, sondern werden zurückgehalten. Das nutzungsbezogene Verteilungssystem muss – entsprechend internationalen Standards – berücksichtigen, dass in der Zukunft – mindestens!!! – noch drei Jahre Ansprüche von Berechtigten geltend gemacht werden können. Zu den Berechtigten gehören auch – im Gegensatz zu früher – ausübende Künstler, die nicht in der GVL sind. Der BFFS befürchtet nun, dass bei einer Verlängerung der 3-Jahresfrist entsprechend länger die Rückstellungen hoch und die Verteilungssummen klein bleiben.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;" align="center">Weil es keine gesetzlichen Regelungen mehr gibt, wie viel Prozent die Speichermedien- und Geräteindustrie einzahlen muss, und diese seither verschleppt, sich mit den Verwertungsgesellschaften über die Höhe der Abgaben zu einigen, ist einer der beiden wichtigsten GVL-Töpfe, der Topf „Private Überspielung“, inzwischen völlig leer. Das heißt, damit bricht ein weiteres Drittel an Verteilungsmasse komplett weg.</div>
</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;" align="center">Diese bisher genannten Verschlechterungen betreffen alle Leistungsschutzberechtigten, Musiker wie Schauspieler. Einen weiteren Punkt müssen die Schauspieler allerdings allein ausbaden:</p>
<ol start="3">
<li>
<div style="text-align: justify;" align="center">Neue, angeblich genauere Datenerhebungen führen bei Verantwortlichen der Verwertungsgesellschaften zu dem Schluss, dass Fernsehsendungen in Hotellobbys, Läden und Gaststätten erheblich weniger öffentlich wiedergegeben werden, als früher angenommen. Also wurde der Schauspieleranteil beim zweiten wichtigen GVL-Topf, der Topf „Öffentliche Wiedergabe“, von 40 % auf 10 % gekürzt. Dadurch bricht für Schauspieler ein weiteres Drittel an Verteilungsmasse weg.</div>
</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;" align="center"><strong>Für den besseren Überblick erlauben wir uns folgende (überschlägige) Rechnung:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: right;" nowrap="nowrap">100,00 %</td>
<td>bezeichnen wir den früheren Schauspieleranteil am Gesamtverteilungskuchen</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: right;" nowrap="nowrap">- 33,33 %</td>
<td>fehlen jetzt vom Schauspieleranteil, weil der Topf „Private Überspielung“ leer ist.</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: right;" nowrap="nowrap"><span style="text-decoration: underline;">- 33,33 %</span></td>
<td>verringert sich nun zusätzlich der Schauspieleranteil, weil Schauspieler aus dem Topf „öffentliche Wiedergabe“ Dreiviertel weniger bekommen</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: right;" nowrap="nowrap">= 33,33 %</td>
<td>des früheren Schauspieleranteils</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: right;" nowrap="nowrap"><span style="text-decoration: underline;"><span style="text-decoration: underline;">×</span> 15,00 %</span></td>
<td>weil 85,00 % zückgestellt weden müssen</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: right;" nowrap="nowrap"><strong>= 5,00 %</strong></td>
<td>des früheren Schauspieleranteils wurde nun verteilt</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;" align="center">In wieweit steigende Personal-, Datenbank- und andere Kosten, die durch die Verteilungsumstellung nötig wurden, die Verteilungssumme schmälern, wissen wir zurzeit nicht.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Auch haben wir im Moment keine Kenntnis, wie sich die Tatsache bemerkbar macht, dass früher unsere Dreh- und Synchronarbeiten bei der Verteilung einmalig in voller Höhe berücksichtigt wurden und nun in mehreren kleineren Portionen bei jeder Wiederholung.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Wir haben auch keinen Überblick, wie sich der Kreis der Berechtigten vergrößert hat, weil nun durch die Wiederholungen auch diejenigen Musiker und Schauspieler berücksichtigt werden, die nicht mehr aktiv sind.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Antworten auch auf diese Fragen wird nur die GVL geben können.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Vielleicht lässt sich so die Diskrepanz erklären zwischen den errechneten 5 % und den Rückmeldungen unserer Mitglieder von ca. 1 %.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Aber eines scheint gewiss: Gerade die Neuerung, die uns erheblich in Anspruch genommen und gequält hat, nämlich für jede Dreharbeit – auch der vergangenen Jahre – die Anzahl der Drehtage bzw. Synchrontakes zu erfassen, damit zwischen Haupt-, mittleren und kleinen Rollen unterschieden werden kann, hat mit dem derzeitigen Ausschüttungsdesaster offensichtlich nichts zu tun. Das ist auch logisch: Schließlich regelt dieses neue Drehtag- bzw. Synchrontake-Modell nur, wie der Schauspieleranteil an die einzelnen Schauspieler weiterverteilt werden soll. Aber sie hat keinen Einfluss auf die Höhe des Schauspieleranteils selbst.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center"><strong>Unser Fazit:</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Die GVL-Problematik wird uns nicht nur während der Umstellungsphase beschäftigen, sondern entwickelt sich zum Dauerthema, weil wir uns dort in erster Linie mit politisch bedingten Einnahmeschwierigkeiten und der internen Verteilungsgerechtigkeit zwischen Musikern und Schauspielern herumschlagen.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Es drängt sich die Frage auf: Was tut der Gesetzgeber, um die Speichermedien- und Geräteindustrie zur Zahlung angemessener Abgaben an die Verwertungsgesellschaften zu zwingen?</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Außerdem: Wird in Hotels, Läden und Gaststätten tatsächlich so viel mehr Musik als Fernsehsendungen öffentlich wiedergegeben? Im Verhältnis 9 zu 1? Wie kommen die GEMA Tarife, auf denen diese Aufteilung basiert, zustande und berücksichtigen sie überhaupt die Interessen der Schauspieler in angemessener Weise?</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Wenn man den Verteilungsplan der GVL unter die Lupe nimmt, stechen einige äußerst fragwürdige Entscheidungen im Bereich AV-Produktionen ins Auge, besonders, was die Gewichtung der Unterbudgets „Konzert, Ballet, Oper, Theater, Kabarett“ und „Soaps, Dailies, Doku-Soaps, Serien unter 40 Minuten“ angeht. Während erstere viel zu hoch bewertet sind, gibt es im zweiten Fall eine krasse Unterwertung. Wir haben dagegen bei der GVL scharfen Protest eingelegt.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Schlägt sich hier nicht in erschreckender Weise nieder, dass bisher Schauspieler im GVL-Beirat satzungsgemäß hoffnungslos unterrepräsentiert sind (nur ein Schauspieler von 24 Beiratsmitgliedern) und im Verteilungsausschuss überhaupt keinen Sitz haben?</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Und noch eins: solange die GVL immer noch keine funktionierenden Gegenseitigkeitsverträge mit den Schwestergesellschaften und eine 1:1-Weiterreichung der Gelder aus dem Ausland garantieren kann, müssen wir allen raten, kein Geld zu verschenken und sich z. B. bei der Nouvo Imaie (Italien) oder der Adami (Frankreich) zu melden und Ansprüche geltend zu machen. Dafür muss man nicht mal einen Vertrag mit diesen Gesellschaften abschließen.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Diese ganzen Problemfelder und Fragen haben Vorrang!</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Die Beseitigung der Kinderkrankheiten des ARTSYS-Systems, die bessere Einbindung schriftlicher Formulare für computerschwächelnde Kollegen, die Optimierung der Verteilungskriterien, die rechtliche Klärung der Mitwirkungspflicht seitens der Berechtigten etc. sind alles Fragen, die zwar kompliziert sind, aber mit etwas gutem Willen aller Beteiligten mittelfristig lösbar sein sollten.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Angesichts der komplexen Problemlage erwarten wir von der GVL, Hiobsbotschaften in Zukunft nicht mehr schönzureden und über alle Entwicklungen, insbesondere die Ausschüttung betreffend, rechtzeitig, umfassend und verständlich zu informieren. Die GVL darf damit nicht warten, bis das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Wenn die Stimmung unter den Berechtigten allzu sehr vergiftet ist, droht jeder konstruktive Ansatz zur Lösung der anstehenden Probleme in der beschwerdelastigen und aufgeheizten Atmosphäre zu verbrennen.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Wir vom BFFS-Vorstand werden noch mehr Energie in die GVL-Thematik investieren und bitten dafür um die Unterstützung unserer Mitglieder. Wir halten daran fest, auch weiterhin konstruktiv vorzugehen, und halten in diesem Sinne engen Kontakt zur Politik, zur GVL, zu ihrer Aufsichtsbehörde, dem Deutschen Patent und Markenamt und zu allen betroffenen Verbänden, die auch um Lösungen ringen.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center"> </p>
<h2 style="text-align: center;" align="center"> <a name="BFFS-GVL"></a>Wortlaut des BFFS-Briefes an die GVL zur aktuellen GVL-Ausschüttung</h2>
<p style="text-align: justify;" align="center">Sehr geehrter Herr Dr. Gerlach,</p>
<p style="text-align: right;" align="center">Berlin, den 09.01.2012</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">zunächst darf ich Ihnen ein frohes, neues, gesundes Jahr 2012 wünschen.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Mit den kläglichen Ausschüttungen für das Kalenderjahr 2010 in den ersten Tagen des neuen Jahres stellt sich der Jahresbeginn für unsere Mitglieder alles andere als erfreulich dar.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Mit Erschrecken haben wir feststellen müssen, dass die Ausschüttungen, die zwar erwartungsgemäß niedrig ausfallen sollten, jenseits der schon niedrigen Erwartungen in einem Ausmaß zurückgeblieben sind, dass die Frage gestellt werden muss, warum in den letzten Monaten die umfangreichen mühevollen Einpflegungsarbeiten in das von Ihnen neu entwickelte System überhaupt von den Schauspielern geleistet worden sind.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center"> Unsere Mitglieder haben durchschnittlich 1 % der in den vergangenen Jahren erzielten Ausschüttungen als Ausschüttung für 2010 erhalten. Diese massive Absenkung der Ausschüttungen stellt sich als untragbarer Zustand für unsere Mitglieder dar.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Aus unserer Sicht hat es Ihr Haus auch versäumt, über diese massiven Kürzungen in angemessner Weise vorausschauend die Ausschüttungsberechtigten zu informieren. Überhaupt ist festzustellen, dass die Berechtigten sich mangelhaft informiert fühlen. Die Kritik an der Informationspolitik Ihres Hauses und schließlich der Umgang ihres Hauses mit den Berechtigten, wenn diese sich mit Fragen an Sie gewandt haben, reißt nicht ab. </p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Vor dem Hintergrund der derzeitigen katastrophalen Situation, wie sie sich für die Schauspieler derzeit darstellt, möchten wir Ursachen und Gründe dieser immensen Kürzungen verstehen. Wir möchten Sie daher bitten, folgende Fragen zu beantworten:</p>
<address style="text-align: justify;">… (Anmerkung der Redaktion: Die nun folgenden Fragen sind zur besseren Verständlichkeit den Antworten im GVL-Brief zugeordnet.) …</address>
<p style="text-align: justify;" align="center"> Sehr geehrter Herr Gerlach, angesichts des katastrophalen Ergebnisses der aktuellen Verteilung wären wir Ihnen sehr verbunden, wenn Sie zu den vorgenannten Fragen kurzfristig Stellung nehmen könnten.</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">Bis dahin verbleiben wir</p>
<p style="text-align: justify;" align="center">mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Heinrich Schafmeister (Vorstandsmitglied BFFS)<br />
Thomas Schmuckert (Vorstandsmitglied BFFS)<br />
Bernhard F. Störkmann (geschäftsführender Justiziar RA)</p>
<h2 style="text-align: center;">Wortlaut des GVL-Briefes auf die BFFS-Fragen</h2>
<p>Sehr geehrter Herr Schafmeister,<br />
sehr geehrter Herr Schmuckert,<br />
sehr geehrter Herr Störkmann,</p>
<p style="text-align: right;">16.01.2012</p>
<p style="text-align: justify;">gern erwidere ich Ihre Wünsche für ein frohes und gesundes neues Jahr.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu Ihrem Schreiben vom 09.01.2012 möchte ich unterstreichen, dass auch uns der dramatische Einbruch der Schauspielervergütungen betroffen gemacht hat und wir vor diesem Hintergrund eine umfassende Analyse der Zahlungen insbesondere im Vergleich zu den Vorjahren vorgenommen haben. Zur Frage, ob die tatsächlichen Zahlungen im Verhältnis zum geleisteten Aufwand der Registrierung stehen, möchten wir klarstellen, dass die Ausschüttung als vorläufige Zahlung zu verstehen ist, der weitere Zahlungen für das Verteilungsjahr 2010 folgen werden. Die unterschiedlichen Aspekte werden wir im Einzelnen hoffentlich für Sie nachvollziehbar darstellen und stehen selbstverständlich für weitere Erläuterungen hierzu gern zur Verfügung.</p>
<p style="text-align: justify;">Lassen Sie mich bitte eingangs nur auch noch einmal erläutern, wofür die GVL &#8211; auch im Vergleich zu anderen internationalen Schwestergesellschaften &#8211; Vergütungen erhält, die sie an die Schauspieler ausschüttet, bzw. wofür die GVL bedauerlicherweise auf Basis der deutschen Rechtslage keine Vergütungen erhält:</p>
<p style="text-align: justify;">Wir erhalten zunächst als Verwertungsgesellschaft keinerlei Vergütungen für Schauspieler für die Filmvor-führung, sei es in Kinos oder in anderen Veranstaltungen vor Publikum. Hierfür sieht das deutsche Recht keine Vergütungsansprüche vor, die verwertungsgesellschaftsseitig wahrgenommen werden können. Wir erhalten auch keine Vergütungen für die Sendung oder Wiederholungssendung von Filmen im Fernsehen. Insofern ist die Tatsache, dass der deutsche Fernsehmarkt einer der größten in Europa ist, für die Ausschüttung durch die GVL leider ohne Einfluss.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir erhalten Vergütungen für die öffentliche Wiedergabe von Fernsehsendungen. Hierzu zählen Fernsehgeräte, die in der Öffentlichkeit, beispielsweise in Hotel-Lobbys aufgestellt sind. Wir erhalten außerdem Vergütungen für die Kabelweitersendung von Fernsehsendungen in Hotelanlagen oder in Krankenhäusern. Keine Vergütungen müssen gezahlt werden auf Basis der deutschen Rechtsprechung für Empfangsvorgänge ohne die entsprechende Kabelweitersendung in Hotelzimmern und Krankenhäusern, selbst wenn es sich um Mehrbettzimmer handelt. Insoweit ist die deutsche Rechtsprechung weniger urheberfreundlich als die von europäischen Nachbarstaaten, die insoweit eine Vergütungspflicht annehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir erhalten Vergütungen für die private Vervielfältigungsabgabe, für die die Geräteindustrie bezogen auf das aktuelle Verteilungsjahr 2010 jedoch keine tatsächlichen Zahlungen geleistet hat. Wir erhalten außer-dem Vergütungen für die Vermietung von Filmen in Videotheken, den Verleih von Filmen in Bibliotheken und die Kabelweitersendung von Fernsehprogrammen in öffentlichen Kabelnetzen.</p>
<address style="text-align: justify;">… (Anmerkung der Redaktion: Ab hier sind zur besseren Verständlichkeit die entsprechenden Fragen des BFFS eingefügt) …</address>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong> <em>Warum fällt die Ausschüttung bezüglich 2010 so dramatisch niedrig aus?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Die dramatisch niedrige Ausschüttung für 2010 beruht auf der Kumulation von deutlich niedrigeren verteilbaren Vergütungen im Vergleich zum Vorjahr und der Umstellung des Verteilungssystems auf die nutzungsbezogene Verteilung, bei der für alle Produktionen in den nach den Verteilungsplänen auszuwertenden Programmen Rückstellungen für alle Mitwirkenden gebildet werden müssen, unabhängig davon, ob sie entsprechend dem alten Verteilungssystem an der Verteilung teilgenommen haben oder nicht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong> <em>Warum hat die GVL über diese dramatische Senkung der Ausschüttungen nicht im Vorhinein informiert?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Ihre Kritik an der unzureichenden Kommunikation der GVL über die dramatische Absenkung nehmen wir ernst. Wir möchten allerdings darauf hinweisen, dass diese Entwicklung auch für uns in ihrer Dimension erst zu einem späten Zeitpunkt erkennbar war. Dies betrifft sowohl den Aspekt der verfügbaren Verteilsummen für die Schauspieler insgesamt als auch den Aspekt der auf den einzelnen entfallenen Anteil. Kommuniziert hatten wir die Tatsache, dass tatsächliche verteilbare Erlöse für die Verteilung 2010 aus dem Bereich der privaten Vervielfältigung, die in der Vergangenheit 1/3 der Verteilsumme ausgemacht haben, nicht verteilen können. Kommuniziert hatten wir auch die Tatsache, dass die neue nutzungsbezogene Verteilung darauf basiert, dass Berechtigte innerhalb der NachmeIdefrist von 3 Jahren ihre Ansprüche bezüglich der Verteilung 2010 geltend machen können, wenn ihre Darbietungen entsprechend der Verteilungspläne gesendet wurden. Hieraus ergab sich zwangsläufig die Notwendigkeit, die verteilungsschmälernden Rück-stellungen für die Ansprüche Dritter zu bilden. Soweit wir hier nicht ausdrücklich darauf hingewiesen haben, dass dadurch die Zahlung der Einzelnen im Vergleich zu den früheren Verteilungen deutlich niedriger ausfällt, bedauern wir dies sehr. Der Umfang der erforderlichen Rückstellungen war allerdings auch für uns erst nach Abschluss der Verteilungsrechnung 2010 im November des Vorjahres wirklich abschätzbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Die GVL hat versucht, das alte anmeldebezogene Verteilungssystem &#8211; das sich retrospektiv angesichts der auf die einzelnen Berechtigten entfallenden realen Ausschüttungsbeträge als ausgesprochen vorteilhaft für die GVL-Berechtigten erwies &#8211; so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Wir waren international verpflichtet &#8211; auch vor dem Hintergrund der mit großer Mühe beigelegten Beschwerde bei der EU-Kommission, die Verteilung 2010 auf Basis der nutzungsbezogenen, d.h. sendungsbezogenen Verteilung vorzunehmen. Da die Verteilung im Jahr 2010 für das Verteilungsjahr 2009 noch entgeltbezogen auf Basis des alten Nachweisbogensystems erfolgte, bestand vor dem Hintergrund der Ressourcenschonung der Verwaltungskosten die Notwendigkeit, die Registrierung des Repertoires als Grundsäule der neuen Verteilung seit der zweiten Jahreshälfte 2010 und während des Jahres 2011 vorzunehmen und gleichzeitig die entsprechenden Systeme zu entwickeln. Wir sind uns bewusst, dass dies gerade für die Berechtigten mit ganz erheblichen Schwierigkeiten verbunden war, die wir gern vermieden hätten. Unsere Mitarbeiter, deren Anzahl sich mehr als verdrei-facht hat, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, haben bis Ende Oktober das vergütungsrelevante Repertoire registriert. Gleichzeitig wurden die vergütungsrelevanten Filme für die Verteilungsrechnung ermittelt und auf Basis von statistisch ermittelten Durchschnittsbesetzungen hochgerechnet. Wir waren allerdings nicht mehr in der Lage, vor dem Hintergrund der für den Dezember geplanten tatsächlichen Ausschüttung die Ansprüche der internationalen Schwestergesellschaften im Einzelnen zu prüfen und entsprechend in die Verteilung einzuspeisen. Dies lag nicht nur an dem Zeitdruck zur Vornahme der Verteilung, sondern auch an der Tatsache, dass beispielsweise die USamerikanische Screen Actors Guilt über konkrete Repertoireangaben oder Mitwirkendenangaben ihrer Berechtigten momentan noch nicht verfügt.</p>
<p style="text-align: justify;">Hinzu kam, dass die für die Schauspieler verteilbaren Erlöse aus der öffentlichen Wiedergabe von Fernsehsendungen mit ca. 10 % der Gesamterlöse aus der öffentlichen Wiedergabe lediglich ¼ dessen darstellen, was die Schauspieler bisher anteilig aus der Verteilung für die öffentliche Wiedergabe, die zwischen Musik und Fernsehen nicht differenziert hat, erhalten haben. Da hier der Schauspieleranteil nicht separat ausgewiesen wurde, war auch der GVL selbst der überproportional hohe Anteil in der Vergangenheit nicht erkennbar, sondern konnte erst im Rahmen unserer Analyse der dramatischen Rückgänge festgestellt werden. Eine Kommunikation im Vorfeld war daher zu unserem großen Bedauern nicht möglich.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong> <em>Ist es richtig, dass bis zu 85% der auszuschüttenden Gelder durch die GVL zurückgestellt worden sind?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Es stimmt, dass bis zu 85 % der tatsächlichen Verteilungsbeträge bisher nicht ausgeschüttet wurde.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong> <em>Was berechtigt die GVL Rückstellungen in diesem Ausmaß vorzunehmen?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Die Rückstellungen in dieser Höhe sind erforderlich, weil das nutzungsbezogene Verteilungssystem entsprechend dem internationalen Standard vorsieht, dass Ansprüche auch noch innerhalb einer mindestens drei Jahre bestehenden Frist geltend gemacht werden können. Dies erfordert es, auch die Ansprüche Dritter zu quantifizieren, also aller mitwirkenden ausübenden Künstler einschließlich derer, die der GVL nicht angehören. Diese Situation unterscheidet sich diametral von der alten Verteilungssituation, in der die komplette Verteilungssumme an diejenigen verteilt werden konnte, die innerhalb der Frist zum 30.06. ihre Primärentgelte nachgewiesen haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong> <em>Auf welche verschiedenen Bereiche teilen sich diese Rückstellungen auf? Auf welcher Grundlage?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Die Rückstellungen entfallen auf alle Verteilungsbereiche, da wir in keinem einzigen Bereich davon ausgehen können, dass sämtliche Berechtigte ihre Ansprüche fristgerecht zur Verteilung 2010 geltend gemacht haben. Sie wurden kalkuliert auf der Basis statistisch ermittelter Durchschnittsbesetzungen der unter-schiedlichsten genutzten Genres. Für jede Produktion wurde die Durchschnittsbesetzung kalkuliert, der entsprechende Punktwert aus der Verteilung ermittelt und der reale Punktwert auf Basis von Echtmeldungen von diesem Gesamtdurchschnittswert abgezogen. Die verbleibenden Durchschnittswerte wurden erhöht um 5 % für Produktionen, die der GVL nicht gemeldet wurden, also für die Bemessung der Durchschnittswerte nicht zur Verfügung standen. Insgesamt ergab sich so der für die Ansprüche Dritter zurück zu stellende Betrag. Wir gehen davon aus, dass ein Teil dieser Summe an die Berechtigten nachverteilt werden kann, wenn die Berechtigung Dritter geprüft und ggf. verworfen wurde.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong> <em>Welchen Einfluss haben die ausgebliebenen Zahlungen im Bereich private Vervielfältigung / Speichermedienabgabe auf die Absenkung insgesamt?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Wie dargelegt, haben die Zahlungen im Bereich der privaten Vervielfältigung in der Vergangenheit ca. 1/3 der Gesamtauszahlung der Schauspieler betragen. Dieser Betrag fehlt nunmehr für die Verteilung. Wir gehen davon aus, dass der Gesamtbetrag für die GVL in mindestens der bisherigen Größenordnung ausfallen wird – die Nachverteilungen dann allerdings mit erheblicher Zeitverzögerung erfolgen können.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong><em> Inwieweit haben sich die Ausschüttungen aus dem Bereich öffentlicher Wiedergabe derart verän-dert? Welchen Einfluss hat das für die Schauspieler an sich gehabt?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Wie erläutert, haben die Schauspieler wie wir nunmehr rechnerisch ermitteln konnten, aus den Gesamterlösen für die öffentliche Wiedergabe, also einschließlich der Vergütungen für die reine Musiknutzung beispielsweise in Läden, Gaststätten etc. einen Anteil von 40 % der Gesamtverteilsumme erhalten. Dies war die Folge der integrierten Verteilung an alle ausübenden Künstler innerhalb des alten entgeltbezogenen Verteilungssystems, das keine separate Verteilung einzelner Budgets aus der öffentlichen Wiedergabe kannte. Hintergrund dafür war die Abrechnungspraxis der GEMA, die lediglich die Erlöse aus Bühnen und Diskotheken separat abgerechnet hat. Alle anderen öffentlichen Wiedergaben von Tonträgern, Radio und Fernsehen wurden ohne weitere Differenzierung als Gesamtsumme gegenüber der GVL abgerechnet und konnten daher auch nicht separat verteilt werden. Da die neue Abrechnungspraxis der GEMA hier deutlich transparenter ist, indem die Erlöse aus der öffentlichen Wiedergabe von Fernsehen, Radio und Tonträgern separiert ausgewiesen werden, ist die GVL auf Basis der neuen Datenlage verpflichtet, die jeweiligen Erlöse auch nur der Berechtigtengruppe zukommen zu lassen, deren Rechte genutzt wurden. Bedauerlicherweise beträgt der Anteil der öffentlichen Wiedergabe von Fernsehsendungen an der Gesamtvergütung öffentliche Wiedergabe lediglich ca. 10 %. Im Vergleich zur früheren Verteilung fehlen also für die Schauspieler 3/4 aus den Erlösen der öffentlichen Wiedergabe. Deren Anteil betrug angesichts der in den letzten Jahren sinkenden Erlöse aus der privaten Vervielfältigung ca. 1/2 der Gesamtverteilsumme. Das Fehlen führte nun dazu, dass insoweit ein weiteres Drittel der bisherigen Verteilsumme für die Schauspieler nicht mehr zur Verfügung stand.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong> <em>Wer entscheidet über die Zuteilungen aus dem Topf öffentliche Wiedergabe, auf welcher Rechtsgrundlage, nach welchen Erhebungen, Statistiken etc. (wir bitten um Einsicht derselben)?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Rechtsgrundlage für die Verteilung der Erlöse aus der öffentlichen Wiedergabe sind die von Beirat beschlossenen Verteilungspläne. Nach Ziff. 2 b (ee) werden auf die audiovisuellen Produktionen 100 % der Erlöse aus der öffentlichen Wiedergabe für Fernsehsendungen verteilt. Damit entfällt die Gesamtsumme aus diesem Tarifbereich, der der GVL durch die GEMA konkret angerechnet wird, auf den Bereich AV. Weitere Erhebungen oder Statistiken waren daher angesichts der konkreten Zuordnung nicht geboten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong><em> Die GVL hatte bereits für Ende 2011 eine Sonderauschüttung für die Kopierabgaben für PC&#8217;s für die Jahre 2008 &#8211; 2010 angekündigt. Warum hat sich diese Ausschüttung derart verzögert? Zudem ist im aktuellen Infoblatt der GVL nur noch von einer Sonderausschüttung für das Jahr 2008 die Rede. Wo bleibt die Ausschüttung für die Jahre 2009 und 2010?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Die ZPÜ hat für alle Verwertungsgesellschaften Nachzahlungen für pes für die Jahre 2008 bis 2010 erhalten. Ein endgültiger Verteilungsschlüssel sollte zwischen allen Verwertungsgesellschaften basierend auf empirischen Nutzungsuntersuchungen zur Privatkopie bereits 2011 gefunden werden. Dieser steht leider noch immer aus, jedoch befinden sich die Verhandlungen in der Endphase und es ist abzusehen, dass sich der Anteil der GVL steigern dürfte. Ohne endgültigen Verteilungsschlüssel konnte die ZPÜ allerdings keine Abrechnung gegenüber den Verwertungsgesellschaften vornehmen, die die endgültige Weiterleitung von Beträgen ermöglicht hätte. Die ZPÜ hat allerdings im Herbst letzten Jahres eine Abschlagszahlung für das Jahr 2008 ausgeschüttet. Diese erfolgte in Höhe der Komplettverteilung 2008, soll aber als Abschlagzahlung für die Jahre 2008 bis 2010 dienen, was eine Verteilung zusätzlich kompliziert macht. Wir haben uns daher entschlossen, diese Abschlagszahlung nicht separat zu verteilen, da wir weiterhin davon ausgehen, in Kürze die endgültige Nachzahlung verteilen zu können. Kommuniziert haben wir aktuell tatsächlich nur das erste Halbjahr 2012 für die Nachzahlung 2008. Wir rechnen aber weiterhin mit einer Nachzahlung auch der Beträge für 2009 und 2010 innerhalb es ersten Halbjahres und wollen die Nachzahlungen 2008 und 2009 wenn irgend möglich verbinden, können aber für die Zahlungen für 2009 und 2010 aktuell keine verbindliche zeitliche Einschätzung geben, auch vor dem Hintergrund, dass in der Vergangenheit einige angekündigte Termine unverschuldet nicht eingehalten werden konnten. Wir planen, die Vergütung für 2010 mit weiteren Zahlungen, die für 2010 verteilt werden können, zu verbinden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong><em>Auf welcher Basis werden diese Sonderausschüttungen stattfinden? Auf der Basis des alten Vergütungssystems oder des neuen (insbesondere die Ausschüttung für das Jahr 2010)?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Die Sonderausschüttungen werden auf Basis der jeweiligen in den Jahren geltenden Verteilungssysteme stattfinden, die Nachzahlung für 2008 und 2009 also auf Basis des alten Vergütungssystems, die für 2010 auf Basis des neuen Vergütungssystems.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong> <em>Wie ist der Bericht der GEMA: &#8220;GVL steigert Erlöse&#8221; zu verstehen, der in den Ohren unserer Mitglieder wie blanker Hohn klingen muss?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Wie erläutert, liegt der tatsächlich bilanzierten Erlössteigerung eine Steigerung auf Forderungsebene zugrunde, die wir verpflichtet sind zu bilanzieren. Wir rechnen mit Zahlungen in dieser Höhe, die eher konservativ kalkuliert sind. Mit dem Eingang ist allerdings erst nach Durchsetzung der Ansprüche in mehreren Jahren zu rechnen. Gerade angesichts der Einbußen der langjährigen GVL-Berechtigten aufgrund der Verteilung 2010 hatten wir selber auch nicht entsprechend kommuniziert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong><em>Die Ausschüttungen durch ausländische Verwertungsgesellschaften sind teils höher als die Ausschüttungen der GVL. Muss man den Schauspielerinnen und Schauspielern nicht dringend raten, sich bei diesen Gesellschaften zu melden, damit sie nicht den Anspruch auf diese Verteilungsgelder aus dem Ausland verlieren? Zumindest bis Gegenseitigkeitsverträge zwischen der GVL und den anderen ausländischen Verwertungsgesellschaften wirksam abgeschlossen sind?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Grundsätzlich erhält die GVL Zahlungen auf Basis der Gegenseitigkeitsverträge ausschließlich auf Basis der in dem jeweiligen Ausland geltenden Verteilungssysteme und der dortigen Rechtsordnung, die zum Teil für Schauspieler deutlich günstiger ist. Die GVL leitet diese Zahlung im Falle von Gegenseitigkeitsverträgen ungekürzt weiter. Wir sind zuversichtlich, durch unseren Service nach Aufbau der entsprechenden Gegenseitigkeitssysteme auch die Mitglieder des BFFS zu überzeugen, ihre weltweiten Rechte von der GVL wahrnehmen zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BFFS:</strong><em> Wann ist mit derartigen Gegenseitigkeitsverträgen zu rechnen, die nicht nur auf dem Papier beste-hen, sondern eine Auszahlung aus dem Ausland garantieren?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>GVL:</strong> Zu den konkreten Zeitpunkten der Ausschüttungstermine können wir leider keine verbindlichen Aussagen treffen, da die Frage des Abschlusses der Gegenseitigkeitsverträge und insbesondere des dann tatsächlich erfolgenden Austausches auch von der Bereitschaft der Schwestergesellschaften abhängt, die unterschiedlich stark ausgeprägt ist.</p>
<p>Gern stehen wir Ihnen für weitere Erläuterungen zur Verfügung und verbleiben</p>
<p>mit freundlichen Grüßen</p>
<p>GESELLSCHAFT ZUR VERWERTUNG VON<br />
LEISTUNGSSCHUTZRECHTEN mbH (GVL)</p>
<p>Dr. Tilo Gerlach</p>

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		<title>Kurzmitteilung zur Rechteübertragung an die GVL</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 18:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BFFS</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ <p>Liebe Mitglieder,</p> <p>in den letzten Tagen erreichte uns eine Fülle von Anrufen und Nachfragen zum neuen Wahrnehmungsvertrag der GVL, insbesondere zum Beiblatt Rechteübertragung an die GVL.</p> <p>Dieses Beiblatt kam leider ohne jegliche Erläuterung seitens der GVL und hat zu erheblicher Verwirrung geführt:</p> <p>Was ist, wenn ich einen Vertrag mit der französischen ADAMI habe? Was [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Liebe Mitglieder,</p>
<p>in den letzten Tagen erreichte uns eine Fülle von Anrufen und Nachfragen zum neuen Wahrnehmungsvertrag der GVL, insbesondere zum Beiblatt Rechteübertragung an die GVL.</p>
<p>Dieses Beiblatt kam leider ohne jegliche Erläuterung seitens der GVL und hat zu erheblicher Verwirrung geführt:</p>
<p><em>Was ist, wenn ich einen Vertrag mit der französischen ADAMI habe?</em><br />
<em>Was ist, wenn ich keinen Vertrag mit der ADAMI habe, aber regelmäßig Zahlungen bekomme?</em><br />
<em>Was ist mit der Nachfolgegesellschaft der italienischen IMAIE, der Nuovo IMAIE, die wieder angefangen hat, Geld auszuschütten?</em><br />
<em>Was mache ich, wenn ich Verträge mit weiteren ausländischen Verwertungsgesellschaften habe?</em><br />
Fragen über Fragen.</p>
<p><span id="more-1969"></span></p>
<p>Wir haben versucht, etwas Licht in den Dschungel zu bringen und würden Euch zu folgender Vorgehensweise raten:</p>
<ul>
<li>Wenn Ihr bereits einen Wahrnehmungsvertrag mit einer ausländischen Verwertungsgesellschaft geschlossen habt, solltet Ihr die Rechte für dieses Land von der weltweiten Rechtewahrnehmung ausschließen.</li>
<li>Wenn Ihr keinen Vertrag mit einer ausländischen Verwertungsgesellschaft abgeschlossen habt, aber trotzdem Zahlungen ohne Vertragsverhältnis, wie z.B. von der ADAMI erhaltet, gibt es zwei Möglichkeiten:a) Entweder, Ihr schließt auch hier die Rechte für dieses Land auf der Liste aus und erhaltet weiter die Zahlungen oder
<p>b) Ihr schließt diese Rechte nicht aus, sondern übertragt sie der GVL. Auch in diesem Fall erhaltet Ihr weiterhin Eure Zahlungen von der ausländischen Verwertungsgesellschaft, z.B. der ADAMI. Sobald aber die GVL mit diesen Verwertungsgesellschaften einen funktionierenden sog. Gegenseitigkeitsvertrag geschlossen hat, würde die GVL diese Gelder als Inkassostelle für Euch einziehen und 1:1 weiterleiten. Aber erst dann, bis dahin würde alles weiter laufen wie bisher.</li>
<li>Ihr habt bereits die Rechteübertragung an die GVL abgeschickt und der GVL die weltweiten Rechte übertragen, obwohl Ihr bereits andere Verträge mit ausländischen Verwertungsgesellschaften abgeschlossen habt. Keine Sorge, Ihr bekommt dadurch keine Probleme. Sobald zwischen diesen anderen Verwertungsgesellschaften und der GVL Gegenseitigkeitsverträge abgeschlossen werden, wird die GVL auf Euch zukommen. Dann müsst Ihr Euch allerdings entscheiden, ob Ihr bei der ausländischen Verwertungsgesellschaft bleiben wollt oder die GVL ermächtigt, die Gelder als „Inkassostelle“ für Euch einzuziehen.</li>
<li>Wenn die vorherigen Punkte auf Euch nicht zutreffen, und Ihr derzeit nicht vorhabt, Verträge mit anderen Verwertungsgesellschaften abzuschließen, könnt Ihr der GVL die weltweiten Rechte übertragen. Das war auch nach dem alten Vertrag schon so, wurde nur nicht mit einer detaillierten Liste wie jetzt dargestellt.</li>
</ul>
<p>Zur Situation, in wieweit der Künstler einen Anspruch auf die tatsächliche Verfolgung seiner weltweiten Ansprüche (auch finanziell) geltend macht, ist Folgendes zu sagen:</p>
<ul>
<li>Die Rechte sind von Land zu Land ausgesprochen unterschiedlich, da es bisher keinen internationalen Vertrag für den AV-Bereich gibt. Viele Länder haben überhaupt keine vergleichbaren Urheberrechtsgesetze/Leistungsschutzrechte/Zweitverwertungsrechte.<br />
Hier wird international an einer Vergleichbarkeit und Transparenz gearbeitet.</li>
<li>Grundsätzlich werden Vergütungen aus dem Ausland auf Basis der Verteilungen der Schwestergesellschaften eingezogen. Vergütungen z. B. aus England von der dortigen BECS oder der französischen ADAMI werden nach deren System ermittelt (nicht nach dem Modell der GVL) und im Falle von funktionierenden Gegenseitigkeitsverträgen dann weitergeleitet. Konkrete Sendedaten sind hierfür in Artsys also nicht erforderlich.</li>
<li>Durch die Umstellung der GVL auf ein nutzungsbezogenes Verteilungssystems kann die GVL nun Gegenseitigkeitsverträge mit anderen Schwestergesellschaften abschließen. Damit nicht nur Geld ins Ausland abfließt, sondern umgekehrt auch Gelder aus Auslandsansprüchen zurückfließen.</li>
</ul>
<p>Wir haben die GVL dringlich aufgefordert, die Berechtigten in nächster Zeit darüber zu informieren und aufzuklären, wie sich diese Verhandlungen entwickeln, mit welchen Gesellschaften sie geführt werden, mit wem bereits Gegenseitigkeitsverträge bestehen und was das im Einzelnen für uns bedeutet. Damit nicht durch fehlende Kommunikation Verwirrung geschaffen wird, sondern durch verständliche Informationen Transparenz, Klarheit und Verlässlichkeit.</p>
<p>Wir hoffen, dass wir Euch mit diesen Informationen weiterhelfen konnten.</p>
<p>Mit herzlichem Gruß</p>
<p>Euer BFFS-Vorstand</p>

<div class="sociable">

<ul>
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		<title>Verspätete „Weihnachten“ mit wenig „Bescherung“</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 16:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinrich Schafmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[ Die GVL-Ausschüttung verzögert sich und fällt erheblich geringer aus! <p>Liebe Kolleginnen und Kollegen!</p> <p>Leider erreichen uns zum Jahreswechsel schlechte Nachrichten: Wie Ihr bereits festgestellt habt, verspätet sich die anstehende GVL-Ausschüttung an die Leistungsschutzberechtigten – unser „Weihnachtsgeld“ kommt wohl erst nach Weihnachten. Aber noch schlimmer: Die Ausschüttung wird äußerst mickrig sein, weil der Gesetzgeber uns [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<h3 style="text-align: center;">Die GVL-Ausschüttung verzögert sich und fällt erheblich geringer aus!</h3>
<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen!</p>
<p>Leider erreichen uns zum Jahreswechsel schlechte Nachrichten: Wie Ihr bereits festgestellt habt, verspätet sich die anstehende GVL-Ausschüttung an die Leistungsschutzberechtigten – unser „Weihnachtsgeld“ kommt wohl erst nach Weihnachten. Aber noch schlimmer: Die Ausschüttung wird äußerst mickrig sein, weil der Gesetzgeber uns im Stich gelassen hat.</p>
<p><span id="more-1925"></span></p>
<p>Nun haben wir Euch bereits in der Vergangenheit häufiger informiert:</p>
<ul>
<li>über die leidige Notwendigkeit der GVL-Umstellung vom Honorar auf ein Nutzung basiertes Verteilungssystem,</li>
<li>über die EU-Kommission, die letztlich diese Umstellung verlangt hat,</li>
<li>über die Verteilungssysteme und Intentionen der anderen Europäischen Verwertungsgesellschaften und die Konkurrenzsituation z. B. zwischen der deutschen GVL und französischen ADAMI,</li>
<li>über die Details des neuen ARTSYS-Systems,</li>
<li>über die Beschwerden des Münchener IDS,</li>
<li>über die Kritik der zuständigen Aufsichtsbehörde, des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA), am neuen Verteilungssystem</li>
</ul>
<p>Das soll an dieser Stelle nicht alles wiederholt werden.</p>
<p><strong>Verspätung der Ausschüttung</strong></p>
<p>Das DPMA ging bislang davon aus, dass trotz der Kritik am neuen ARTSYS-System die GVL-Ausschüttung für 2010 in 2011 gesichert sei. Nun hat aber die verantwortliche Abteilung des DPMA uns vorab telefonisch über ein weiteres Problem informiert:</p>
<p>Das DPMA sieht nämlich in dem neuen Wahrnehmungsvertrag, den einige von Euch vielleicht schon erhalten und unterschrieben zurückgesandt haben, einige nicht rechtskonforme und nichtige Regelungen. Auf der Basis des bislang im Umlauf befindlichen Wahrnehmungsvertrages kann daher die Ausschüttung für 2010 nicht erfolgen.</p>
<p>Die GVL war gehalten, den neuen Wahrnehmungsvertrag zu überarbeiten, der in diesen Tagen an die Berechtigten verschickt wird. Erst wenn wir Leistungsschutzberechtigten diesen geänderten Wahrnehmungsvertrag unterschrieben an die GVL zurückgesandt haben, bekommen wir unser „Weihnachtsgeld“.</p>
<p><strong>Mickrige Ausschüttung</strong></p>
<p>Aber, liebe Kolleginnen und Kollegen, richtet Euch bitte darauf ein, dass wir wohl nur einen Bruchteil von dem erwarten dürfen, was uns in den vergangenen Jahren zu Weihnachten „beschert“ wurde.</p>
<p>Große Rückstellungen, geringere Ausschüttungen für jede einzelne Sendung, da ja jede Wiederholung wiederum vergütet wird, ein Schrumpfen der Ausschüttungen aus dem Topf „Öffentliche Wiedergabe“ sind das eine.</p>
<p>Viel Wesentlicher aber ist: Der Haupttopf, aus dem wir Schauspieler vergütet werden, ist der Topf „Private Vervielfältigung&#8221;, der sich aus den Geldern für Geräte und Speichermedien etc. speist. Und dieser Topf ist so gut wie leer.</p>
<p>Die GVL muss zahlreiche Prozesse führen, um von den Geräte- und Speichermedienherstellern eine angemessene Vergütung für uns Leistungsschutzberechtigte einzufordern. Früher war das alles gesetzlich geregelt, aber unter Kanzler Schröder gab die Politik dem Drängen der Industrie nach, kippte diese Regelungen und verfügte, dass die Geräte- und Speichermedienhersteller und die Verwertungsgesellschaften, darunter die GVL, sich über die Höhe der Abgaben einigen sollten. Nun hat die Industrie naturgemäß keine Eile, sich mit den Verwertungsgesellschaften zu einigen, und die Gelder bleiben aus. Diese Entwicklung, auf die wir Euch mehrfach hingewiesen hatten, spitzte sich in den letzten Monaten radikal zu. Laut GVL zahlt mittlerweile kein einziger Hersteller mehr an die ZPÜ, die die Verhandlungen für alle Verwertungsgesellschaften führt und das Geld einzieht.</p>
<p>Nach allen Anstrengungen, die nicht nur der BFFS, sondern auch andere Betroffenenverbände unternommen haben, die schwierige Verteilungsumstellung konstruktiv zu begleiten, teilen wir die Enttäuschung unserer Kolleginnen und Kollegen. Tausende Künstler – ob Schauspieler, Synchronschauspieler oder Sprecher, ob Instrumentalisten, Solisten, Chormusiker oder Orchestermusiker, ob Balletttänzer oder Kabarettisten u. a. – mussten sich auf ein völlig neues Verteilungssystem einstellen, haben sich abgemüht, ihre gesamten Vitadaten zu sammeln und in ein noch ungewohntes ARTSYS-System einzutragen.</p>
<p>Und nun müssen insbesondere wir Schauspielerinnen und Schauspieler feststellen, dass wir unser übliches „Weihnachtsgeld“ nicht nur zu spät, sondern so gut wie gar nicht erhalten. Das kann manche von uns in existenzielle Nöte bringen.</p>
<p>Nun ist dieses Geld nicht vollkommen verloren. Wenn es zu Verhandlungsergebnissen und auch Zahlungen kommt, werden diese in Form von Sonderauschüttungen an uns weitergereicht werden. Scheibchenweise, ohne Planungssicherheit – eine äußerst unbefriedigende Situation.</p>
<p>Der BFFS fordert deshalb den Gesetzgeber nachdrücklich auf, die Rechte der Urheber und Leistungsschutzberechtigten ernsthaft zu schützen und die gesetzlichen Regelungen über die Höhe der Abgaben der Geräte- und Speichermedienhersteller an die Leistungsschutzberechtigten wieder einzuführen. In jedem Falle aber eine Regelung herbeizuführen, die garantiert, dass unsere Zweitverwertungsrechte nicht zum Papiertiger verkommen. Die gegenwärtige gesetzliche Nichtregelung und die Hinhaltetaktik der Industrie schädigen uns Künstler erheblich und sind unverantwortlich!</p>
<p>Mit herzlichen Grüßen<br />
Euer BFFS-Vorstand</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Werbecastings &#8211; Diener zweier Herren &#8211; Die problematische Doppelrolle von Castingagenturen</title>
		<link>http://blog.bffs.de/2011/04/werbecastings-diener-zweier-herren-die-problematische-doppelrolle-von-castingagenturen/</link>
		<comments>http://blog.bffs.de/2011/04/werbecastings-diener-zweier-herren-die-problematische-doppelrolle-von-castingagenturen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 16:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BFFS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>
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		<description><![CDATA[ <p>Liebe Mitglieder,</p> <p>anbei übersenden wir Euch unseren offenen Brief an die Agenten und Caster vom 13. April 2011.</p> <p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p> <p>Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Caster und Agenten,</p> <p>bei der Durchführung von Castings für Werbeproduktionen hat eine zunehmend ausufernde Unart Einzug gehalten. Immer mehr Caster nehmen bei der Ausführung ihrer Aufträge eine problematische Doppelrolle ein. [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Liebe Mitglieder,</p>
<p>anbei übersenden wir Euch unseren offenen Brief an die Agenten und Caster vom 13. April 2011.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<br />
liebe Caster und Agenten,</p>
<p>bei der Durchführung von Castings für Werbeproduktionen hat eine  zunehmend ausufernde Unart Einzug gehalten. Immer mehr Caster nehmen bei  der Ausführung ihrer Aufträge eine problematische Doppelrolle ein.  Einerseits stellen sie im Auftrag der Produktionsunternehmen ihre  Castingdienstleistung zur Verfügung, gleichzeitig konfrontieren sie aber  die sich im Rahmen des Castings bewerbenden Schauspieler mit der  vertraglichen Bedingung, an den Caster eine Vermittlungsprovision zahlen  zu müssen. Andere vereinnahmen neben ihrem Castinghonorar zusätzlich  vom Schauspieler eine sogenannte Vermittlungsprovision als Handgeld.</p>
<p><span id="more-1766"></span></p>
<p>Schauspieler, die sich dieser moralisch fragwürdigen Praxis nicht  unterwerfen wollen, haben keine faire Chance, erfolgreich am Casting  teilzunehmen. Ein solches Verfahren ist auch unter rechtlichen  Gesichtspunkten höchst problematisch.</p>
<p>Der Caster, der vom Produktionsunternehmen den Auftrag erhält, die  für die Werbeproduktion zu besetzenden Rollen bestmöglich zu casten und  zu besetzen, unterliegt im Verhältnis zu seinem Auftraggeber  (Produktionsunternehmen) einem Treueverhältnis. Das  Produktionsunternehmen darf zu Recht davon ausgehen, dass die  Auswahlverfahren und das Casting ausschließlich nach den erforderlichen  künstlerischen Qualitätskriterien erfolgen.</p>
<p>Soweit aber der Caster gegenüber dem Schauspieler das Casting von der  Bedingung abhängig macht, dass der betreffende Schauspieler im Fall der  Vermittlung die Vermittlungsprovision zu zahlen hat, spielen im  Auswahlverfahren eben diese künstlerischen Qualitätskriterien nicht mehr  die ausschließliche Rolle, vielmehr bestimmen wirtschaftliche  Gesichtspunkte für den Caster das Wohl und Wehe seiner  Auswahlentscheidung.</p>
<p>Ein solches Verfahren ist im Übrigen auch für die Auftraggeber des Castings völlig inakzeptabel.</p>
<p>Wir fordern daher dringend, dass die Casting-Agenturen eine  freiwillige Selbstverpflichtung entsprechend dem beiliegenden Wortlaut (<a href="http://www.bffs.de/download/20110418_freiwillige%20Selbstverpflichtung.pdf">Selbstverpflichtungserklärung</a>)  abgeben, aus der deutlich wird, dass künftig solche versteckten  Doppelvergütungen nicht mehr vereinnahmt werden und eine klare und  strikte Trennung von Casting-Mandat und Agentur-Mandat sichergestellt  ist.</p>
<p>Der Caster ist ausschließlich zur Erbringung seiner Dienstleistung,  nämlich des Castings, gegenüber seinem Auftraggeber, also dem  Produktionsunternehmen, verpflichtet. Die Auswahl des Schauspielers für  die zu besetzenden Rollen darf und muss ausschließlich nach  künstlerischen Qualitätskriterien erfolgen.</p>
<p>Wir kündigen an, dass wir künftig den Casting-Auftraggebern Ross und  Reiter nennen werden, wenn wir von derlei Missständen weiterhin Kenntnis  nehmen müssen.</p>
<p>Mit herzlichen Grüßen<br />
der Vorstand des BFFS</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>im Auftrag der Verbände:<br />
</strong></p>
<p><strong>Bundesverband Casting e. V.<br />
Interessenverband Deutscher Schauspieler e. V.<br />
Verband der Agenturen<br />
Verband deutscher Nachwuchs-Agenturen<br />
Verband Deutscher Schauspieler Agenturen</strong></p>

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		<title>Sind wir nun endgültig auf den Hund gekommen?</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 18:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinrich Schafmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Vergütung]]></category>
		<category><![CDATA[Gage]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Mitglied]]></category>
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		<description><![CDATA[ Appell an unsere Schauspielkollegen und Agenten <p style="text-align: justify;">Liebe Kollegen, liebe Agenten,</p> <p style="text-align: justify;">pro Drehtag kostet</p> eine Kuh mindestens 450 €, eine Katze mindestens 400 €, ein Hund mindestens 350 €, <p style="text-align: justify;">und wir fragen uns: Sind wir nun endgültig auf den Hund gekommen?</p> <p style="text-align: justify;">Zurzeit werden für eine Polizeiserie Profi-Schauspieler [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<h2 style="text-align: justify;">Appell an unsere Schauspielkollegen und Agenten</h2>
<p style="text-align: justify;">Liebe Kollegen, liebe Agenten,</p>
<p style="text-align: justify;">pro Drehtag kostet</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>eine Kuh mindestens 450 €,</li>
<li>eine Katze mindestens 400 €,</li>
<li>ein Hund mindestens 350 €,<span id="_marker"> </span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">und wir fragen uns: <strong>Sind wir nun endgültig auf den Hund gekommen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1472"></span>Zurzeit werden für eine Polizeiserie Profi-Schauspieler gesucht, die (nicht verhandelbar) 350 € pro Drehtag bekommen sollen. Dies ist nur eines von vielen hundeelenden Angeboten, die in letzter Zeit uns Schauspielern gemacht werden: Selbst für renommierte Produktionen mit berühmten Regisseuren wurden Schauspieler engagiert, die teilweise weniger als 350 € pro Drehtag verdienten.</p>
<p style="text-align: justify;">Das witzige Bonmot – <em>„wer mit Bananen bezahlt, muss mit Affen arbeiten!“</em> – kann uns da nur halbwegs erheitern; denn Affen werden besser vergütet (nicht unter 1500 €) als viele von uns. Nein, die Lage wird immer ernster!</p>
<p style="text-align: justify;">Die Produzentenallianz und der BFFS werden in Kürze Sondierungsgespräche führen mit dem Ziel, in Tarifverhandlungen zu treten. In dem Rahmen wollen wir verbindliche Regelungen über die „angemessene Vergütung“ der Schauspieler bei Film und Fernsehproduktionen treffen.</p>
<div id="attachment_1484" class="wp-caption alignright" style="width: 323px"><a href="http://blog.bffs.de/wp-content/uploads/2010/06/auf-den-hund-gekommen.jpg"><img class="size-full wp-image-1484   " title="Auf den Hund gekommen" src="http://blog.bffs.de/wp-content/uploads/2010/06/auf-den-hund-gekommen.jpg" alt="Auf den Hund gekommen" width="313" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">Auf den Hund gekommen</p></div>
<p style="text-align: justify;">Aus unserer Sicht wird bei den Verhandlungen neben anderen wesentlichen Aspekten einer angemessenen Vergütungsstruktur – wie z. B. der Abkehr vom Buyout –, selbstverständlich auch ein Sockelbetrag eine wichtige Rolle spielen, der von Produzentenseite bei der Vergütung von Schauspielern nicht unterschritten werden dürfte. Diese Untergrenze ist für Schauspieler nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht notwendig, sondern auch eine Frage der Achtung vor unserem Beruf. Und natürlich kann eine Schauspielergage nicht als „angemessen“ bezeichnet werden, wenn sie noch spärlicher ausfällt als die eines Hundes am Set.</p>
<p style="text-align: justify;">Je mehr sich aber im Vorfeld der Tarifauseinandersetzung die Fälle häufen, in denen Schauspieler mit 350 € pro Drehtag (und weniger) abgespeist werden und ihre Agenten dies unter dem massiven Druck resignierend zulassen (müssen), desto mehr werden die angestrebten Verhandlungen belastet, eine angemessene Untergrenze einzuführen, die das Prädikat „angemessen“ auch verdient.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir vom BFFS wissen sehr genau: Die ganze Branche ächzt, immer weniger Produktionen werden mit immer geringeren Budgets in Auftrag gegeben. Schauspieler wollen spielen und warten sehnsüchtig auf eine Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen – ungeachtet der Bezahlung. Manch einer von uns hat seit längerer Zeit nicht mehr gedreht und ist verzweifelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber 1470 Kollegen von ca. 4500 Film- und Fernsehschauspieler sind dem BFFS beigetreten und haben ihn zum mitgliedstärksten Berufsverband unserer Branche gemacht, weil sie sich nicht mehr alles gefallen lassen wollen. Der hohe Organisationsgrad hat den BFFS überhaupt erst tariffähig gemacht und wir versprechen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, Schauspieler, Agenten und die ganze Branche vor unwürdigem Dumping zu schützen. Wir müssen durch Tarifverhandlungen unbedingt die Erpressung der notleidenden Kollegen verhindern, ihre professionelle schauspielerische Arbeit für „Hundegagen“ und darunter an ausgewachsene Sender zu verhökern. Denn die Erfahrung zeigt ja leider, dass einer Erpressung die nächste folgen wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Darum appellieren wir an Euch, liebe Schauspieler: Resigniert bitte nicht, keiner von uns sollte dazu verdammt sein, auf hundeelende Angebote von 350 € pro Drehtag und niedriger einzugehen – auch wenn die Not und der Spieltrieb noch so groß sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Und Sie, liebe Agenten, tragen eine besondere Verantwortung, die Schauspieler, an die Sie ja glauben, auch zu schützen und sie nicht in solch unsittlichen Engagements verbrennen zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bitte, liebe Schauspieler und liebe Agenten, boykottieren Sie Dumpingangebote und helfen Sie mit, dass auch Ihre Kollegen nicht endgültig auf den Hund kommen!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit vielen kollegialen Grüßen<br />
und Ihr, liebe Hunde, nichts für ungut <img src='http://blog.bffs.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Der BFFS-Vorstand</p>
<p style="text-align: justify;">P.S. Sendet uns bitte solche Dumpinganfragen an: <span id="enkoder_25_1997084348">email hidden; JavaScript is required</span><script type="text/javascript">
/* <!-- */
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<p style="text-align: justify;"><a href="http://blog.bffs.de/wp-content/uploads/2010/06/apell-gegen-dumping.pdf">Artikel &#8220;Apell gegen Dumping&#8221; als PDF herunterladen</a></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>

<div class="sociable">

<ul>
	<li class="sociablefirst"><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.printfriendly.com/print?url=http%3A%2F%2Fblog.bffs.de%2F2010%2F06%2Fsind-wir-nun-endgultig-auf-den-hund-gekommen%2F&amp;partner=sociable" title="Print"><img src="http://blog.bffs.de/wp-content/plugins/sociable/images/printfriendly.png" title="Print" alt="Print" class="sociable-hovers" /></a></li>
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		<title>„Jede Nutzung muss vergütet werden”</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 09:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinrich Schafmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Gage]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[ <p style="text-align: justify;">Positionspapier des BFFS zur fairen Beteiligung von Schauspielern an der Wertschöpfungskette, mit besonderem Augenmerk auf die Entwicklungen im digitalen Zeitalter.</p> <p style="text-align: justify;">Drehbuchautoren, Regisseure und Schauspieler schaffen durch ihre künstlerische Arbeit Film- und Fernsehwerke, die gesendet, wiederholt und weiterverwertet werden können. Hochwertige Qualität ist die Grundlage für einen wirtschaftlichen Erfolg. Im Bewusstsein der [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p style="text-align: justify;"><strong>Positionspapier des BFFS zur fairen Beteiligung von Schauspielern an der Wertschöpfungskette, mit besonderem Augenmerk auf die Entwicklungen im digitalen Zeitalter.</strong><span id="more-1382"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Drehbuchautoren, Regisseure und Schauspieler schaffen durch ihre künstlerische Arbeit Film- und Fernsehwerke, die gesendet, wiederholt und weiterverwertet werden können. Hochwertige Qualität ist die Grundlage für einen wirtschaftlichen Erfolg. Im Bewusstsein der Öffentlichkeit ist im Besonderen der Schauspieler mit einem Werk verbunden, weil er Gesicht zeigt, durch seine Physis, seine Gedanken und Gefühle den Stoff erst zum Leben erweckt. Weil er in Erinnerung bleibt, ist er besonders eng mit Erfolg oder Misserfolg eines Werkes verknüpft.</p>
<p style="text-align: justify;">Daraus folgt, dass eine Vergütung für diese künstlerische Tätigkeit nur dann als angemessen bezeichnet werden kann, wenn sie sowohl einen Lohn für die Arbeit umfasst als auch eine Vergütung bei Wiederholung und Folgeverwertung des Werkes, sprich eine Partizipation an der Wertschöpfungskette.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Beteiligung an den nachhaltigen Ertragsstrukturen ihrer Arbeit ist für diese kreativen Berufe zudem ein wichtiger Baustein ihrer sozialen Absicherung und vor allem auch der Altersvorsorge, weil ihr Berufsleben und damit auch ihre Ertragssituation extrem großen Schwankungen unterworfen ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Den prägenden und bestimmenden Anteil der Urheber und Leistungsschutzberechtigten am Werk hat der Gesetzgeber mit dem Urheberrechtsgesetz aus dem Jahre 2002 noch stärker anerkannt und versucht, ihre Rechtsposition zu stärken.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider sieht die Praxis anders aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das online- Engagement des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – Telemedienkonzepte</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Bereich der digitalen Verwertung von Werken ist das große Feld der Zukunft – ein weites Feld und völliges Neuland, was die Abgeltung von Urheberrechten anbelangt. Die Telemedienkonzepte von ARD und ZDF sehen z.B. die Einstellung von Fernsehfilmen und Serien in sog. Mediatheken vor, wo sie bis zu einem Jahr jederzeit rund um die Uhr abgerufen werden können – ohne allerdings die Kosten zur Abgeltung der Verwertungsrechte von Urhebern und Leistungsschutzberechtigten bei dieser umfangreichen Internet-Auswertung im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Dreistufentests anzusetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">So findet sich in den Telemedienkonzepten für die Internetverwertung z.B. bei der ARD der Wertansatz „null“. Ein solcher Wertansatz unterstellt also, dass eine Vergütung für diese neuartige Verwertung an die Urheber und Leistungsschutzberechtigten nicht gezahlt werden muss. Dieses widerspricht völlig der Üblichkeit auf internationalen Medienmärkten.</p>
<p style="text-align: justify;">Deshalb versuchen die Sender seit geraumer Zeit, für Urheber und Leistungsschutzberechtigte erweiterte Buyout-Regelungen durchzusetzen, vor allem über Tochterfirmen oder Auftragsproduktionen, um so ihre eigenen Tarifverträge, die sehr wohl Wiederholungshonorare und eine Beteiligung bei Folgeverwertungen vorsehen, zu umgehen. Angesichts der ungleichen Machtverhältnisse kommt dies in der Praxis einer erzwungenen Rechteabtretung gleich, die den Urhebern und Leistungsschutzberechtigten die Möglichkeit nimmt, durch die Nutzung dieser Rechte Einnahmen zu erzielen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der eine marktbeherrschende Stellung einnimmt, schließt hier seine werk- und programmprägenden Partner weitgehend aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Der BFFS fordert deshalb eine faire und angemessene Beteiligung der Urheber und Leistungsschutzberechtigten bei Bereitstellung von Auftrags- und Co-Produktionen zum Abruf in Telemedienangeboten.</p>
<p style="text-align: justify;">Zudem bedarf es einer gesetzlichen Klarstellung hinsichtlich der Abgrenzung, welche Art der Nutzung von Werken unter das Senderecht (§ 20 UrhG) fällt oder der öffentlichen Zugänglichmachung (§ 19 UrhG). Der gewichtige Unterschied zwischen diesen beiden unterschiedlichen Nutzungsarten wird durch die öffentlich-rechtlichen Sender zunehmend verwischt, indem sie versuchen, das Senderecht gummiartig ausdehnen und jede Nutzung im Internet darunter fallen zu lassen – ohne die unterschiedlichen Nutzungen den Urhebern und Leitungsschutzberechtigten zu vergüten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie viel ist kreative Arbeit wert? Wo sind die Verhandlungspartner?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Urheberrechtsgesetz aus dem Jahr 2002 hat der Gesetzgeber einen wichtigen Schritt zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern (Leistungsschutzberechtigten) getan.</p>
<p style="text-align: justify;">So ist in § 36 Abs. 1 UrhG geregelt, dass Urheber und Leistungsschutzberechtigte zusammen mit den Werknutzern gemeinsame Regeln aufstellen können zur Angemessenheit von Vergütungen (§ 32 UrhG).</p>
<p style="text-align: justify;">In der Praxis wird dieser Rechtsanspruch allerdings seit Jahren ausgehebelt. Nach mehrjährigen Verhandlungen erklärten sich die Produzenten für nicht zuständig für die Aufstellung verbindlicher Vergütungsregeln mit dem Argument, sie seien keine „Werknutzer“ im Sinne des § 36 Abs. 1 UrhG. Im Rahmen von Auftragsproduktionen hätten sie keine wirtschaftliche Freiheit, weil die Verwertungsrechte aus Filmen bei den Sendern lägen, z.B. beim ZDF. </p>
<p style="text-align: justify;">Die öffentlich-rechtlichen Sender wiederum weigern sich, Verhandlungen über gemeinsame Vergütungsregeln aufzunehmen, weil sie keine unmittelbaren Vertragspartner der Kreativen seien und damit auch keine Werknutzer im Sinne des § 36 UrhG.</p>
<p style="text-align: justify;">Der tatsächliche Wille auf Verwerterseite, verbindliche gemeinsame Vergütungsregeln aufzustellen, ist nicht zu erkennen und die Urheber und Leitungsschutzberechtigten werden in der Folge wie in einem Ping-Pong-Spiel hin- und hergeschoben. Im Gegenteil wird der gesetzliche Anspruch auf eine angemessene Vergütung nach § 32 fortwährend ausgehöhlt, indem sich die Kreativen dramatisch sinkenden Gagen und zunehmend Dumpinglöhnen ausgesetzt sehen. Der Anspruch auf Wiederholungshonorare und Vergütung bei Folgeverwertung, der in den Tarifverträgen der öffentlich-rechtlichen Sender vorgesehen ist, wird zunehmend über produzierende Sendertöchter oder Auftragsproduktionen umgangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Bild des Schauspielers in der Öffentlichkeit ist leider immer noch geprägt von einer Handvoll gutverdienender „Stars“, für die überwiegende Mehrheit der Schauspieler sieht die Situation aber vollkommen anders aus. Die derzeitige Praxis nimmt für viele Film- und Fernsehschauspieler mittlerweile existenzbedrohende Ausmaße an.</p>
<p style="text-align: justify;">Gesetzlich gibt es zwar die theoretische Möglichkeit, gerichtlich festzustellen, dass Produzenten und/oder Fernsehanstalten Werknutzer im Sinne des § 36 UrhG sind, allerdings sind die meisten Verbände der Urheber und Leistungsschutzberechtigten mit einer solchen Klage wirtschaftlich überfordert.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor diesem Hintergrund fordert der BFFS die Politik dringend auf, durch eine gesetzliche Klarstellung des Begriffs „Werknutzer“ dafür zu sorgen, dass § 36 UrhG nicht weiterhin in der Praxis ins Leere läuft bzw. von den Fernsehsendern und Produzenten unterlaufen werden kann. Eine Möglichkeit zur Klarstellung könnte aus Sicht des BFFS darin bestehen, dass § 36 UrhG mit einer Legaldefinition des „Werknutzers“ ergänzt wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Waffengleichheit? Für faire Vertragsbedingungen und eine angemessene Beteiligung – Umsetzung der Aufforderung der Länder im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Länder haben der großen Ungleichheit der Verhandlungspositionen Rechnung getragen und den öffentlich-rechtlichen Sendern in einer Protokollerklärung zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag einen klaren Auftrag erteilt.</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>„Die Länder bekräftigen ihre Auffassung, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Bereich Film- und Fernsehproduktionen Unternehmen sowie <span style="text-decoration: underline;">Urhebern und Leistungsschutzberechtigten</span> ausgewogene Vertragsbedingungen und eine <span style="text-decoration: underline;">faire Aufteilung der Verwertungsrechte</span> gewähren soll. Sie fordern die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf, dazu in ihren Selbstverpflichtungen nähere Aussagen zu treffen.“</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Diese näheren Aussagen sind bis heute leider ausgeblieben, im Gegenteil, die Situation bei der fairen Aufteilung der Verwertungsrechte hat sich dramatisch verschlechtert.</p>
<p style="text-align: justify;">Der BFFS bittet insofern die Verantwortlichen der Länder eindringlich, hier auf eine Einhaltung des erteilten Auftrags hinzuwirken und die Protokollerklärung bei der nächsten Novelle des Rundfunkstaatsvertrags ins Gesetz aufzunehmen, um ihr stärkeres Gewicht zu verschaffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein erster Schritt zu einer fairen Beteiligung wäre es, wenn sich die öffentlich-rechtlichen Sender, denen aufgrund ihrer Gebührenfinanzierung eine hohe soziale Verantwortung zukommt, an ihre internen Tarifverträge hielten und diese zudem zur verbindlichen Grundlage aller von ihnen vergebenen Auftragsproduktionen machten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir kommen Euch anders</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Sehgewohnheiten und das Rezeptionsverhalten in unserer Gesellschaft ändern sich mit der Digitalisierung der Welt auf rasante Weise. Stand früher der klassische Fernseher alleine im Mittelpunkt, werden Film- und Fernsehwerke zunehmend auf immer neuen Bildschirmen und Displays abgerufen und angeschaut, auf Monitoren von PCs, Laptops, Notebooks, auf Handydisplays – vielleicht sogar irgendwann auf dem Display Ihrer Spülmaschine <img src='http://blog.bffs.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Darüber freuen wir uns, denn wir leben davon, dass unsere Werke gesehen werden. Um Berufe wie Drehbuchautoren, Regisseure und Schauspieler aber auch in Zukunft als hoch spezialisierte Berufe zu erhalten und nicht zum Hobby werden zu lassen, muss eine Grundbedingung gelten:</p>
<p style="text-align: justify;">Jede Nutzung muss vergütet werden!</p>

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		<title>Die GVL-Kürzungen: Eine bittere Pille – Was sind die Hintergründe?</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 12:39:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BFFS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<category><![CDATA[Verwertungsgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[ <p style="text-align: justify;">Liebe Kolleginnen und Kollegen, in den letzten Wochen des ausgehenden Jahres 2009 erreichte die meisten von uns ein Brief der GVL, in dem sie einen Rückgang der jährlichen Vergütung um ungefähr die Hälfte ankündigte. Ein Blick auf das Konto Anfang Dezember ließ dies zur traurigen Wahrheit werden.</p> <p style="text-align: justify;">Für viele von [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p style="text-align: justify;">Liebe Kolleginnen und Kollegen, in den letzten Wochen des ausgehenden Jahres 2009 erreichte die meisten von uns ein Brief der GVL, in dem sie einen Rückgang der jährlichen Vergütung um ungefähr die Hälfte ankündigte. Ein Blick auf das Konto Anfang Dezember ließ dies zur traurigen Wahrheit werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Für viele von uns war das geradezu ein Schock so kurz vor Weihnachten, die erwarteten Gelder waren fest eingeplant oder bereits verplant worden.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben seitdem versucht, bei den BFFS-Stammtischen und anderen Gelegenheiten über die Hintergründe dieser Kürzungen aufzuklären, aber natürlich auf diesem Wege längst nicht alle Kollegen erreicht.<br />
Da die Fragen zu diesem Thema nicht abreißen, möchten wir versuchen, die recht komplexen Zusammenhänge, die zu den schmerzhaften Einschnitten bei der Ausschüttung geführt haben, möglichst verständlich darzustellen, auch auf die Gefahr hin, einige Sachverhalte deutlich zu vergröbern.<span id="more-1278"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Eins vorweg:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
Die Enttäuschung und der Unmut über die Kürzungen haben bei einigen Kollegen den Ruf nach Protesten und Einspruch laut werden lassen – all dies ist verständlich, nur ist die GVL hierfür die falsche Zielscheibe.</p>
<p style="text-align: justify;">Um es einmal klar zu sagen: Die GVL vertritt die Interessen aller Leistungsschutzberechtigten, sie steht auf unserer Seite, wir haben den besten Kontakt zu ihr, sie ist keinesfalls unser Gegner.<br />
Im Gegenteil: Wir sind ein Teil der GVL, Künstler aller Sparten sitzen im Beirat der GVL und bestimmen mit über Verteilungspläne und Ausschüttung – neben den Produzenten und Verwertern.<br />
Denn das ist das Besondere an dieser Gesellschaft: In einem immer wieder auszutarierenden Verhältnis vereint die GVL Produzenten und Künstler mit ihren teils gegensätzlichen Interessen unter einem Dach und schafft es seit vielen Jahren, unter diesen fragilen Verhältnissen immer wieder einen Ausgleich zum Wohle aller herzustellen &#8211; unter der Mithilfe engagierter, ehrenamtlich tätiger Schauspieler, Musiker, Regisseure usw. <a title="blocked::http://newsletter.monocence.net/t/r/l/ulutky/mkjitbh/y" href="http://newsletter.monocence.net/t/r/l/ulutky/mkjitbh/y">Zur Geschichte der Verwertungsgesellschaften</a><br />
Wahrlich keine kleine Tat &#8211; und das zu europaweit ungeschlagen niedrigen Verwaltungskosten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Die 3 Hauptgründe für das Zurückgehen der Vergütung:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
<strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Grund 1:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><strong><strong></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">aus den USA (Nicht-EU-Repertoire), sprich für Madonna und Co., die die GVL zu </span></span></strong></strong><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Rückstellungen in Höhe von 28,418 Mio. gezwungen haben.</span></span></strong></strong><br />
<strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Dies macht den Löwenanteil der Kürzungen aus, über 60%!!!, und war für uns nicht </span></span></strong></strong><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">vorhersehbar.</span></span></strong></strong><br />
</span></strong><br />
Was bedeuteten diese Forderungen?</p>
<div id="attachment_1282" class="wp-caption alignright" style="width: 361px"><img class="size-full wp-image-1282" title="20100115 GVL-Kürzung" src="http://blog.bffs.de/wp-content/uploads/2010/01/20100115-gvl-kuerzung.jpg" alt="Die 3 Gründe der GVL-Kürzungen" width="351" height="468" /><p class="wp-caption-text">Die 3 Gründe der GVL-Kürzungen</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die Forderung des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) nach Vergütungen für Künstler</p>
<p style="text-align: justify;">Salopp ausgedrückt: Bisher bekamen amerikanische Künstler in der Regel keine Vergütung für die Werke, die bei uns gespielt wurden, sondern das Geld floss u.a. in unsere Taschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Anders ausgedrückt:</p>
<p style="text-align: justify;">Bisher wurde der Anteil der US-amerikanischen Tonträgerproduktionen, der in Deutschland einen Nutzungsanteil von ca. 45% hat (z.B. Songs amerikanischer Künstler, die auf allen Radiokanälen raufund runter gespielt werden), nicht durch die GVL vergütet. Es gab ja auch fast keine Wahrnehmungsverträge zwischen der GVL und den amerikanischen Künstlern. Stattdessen hat die GVL diese Verteilungssumme an die übrigen, hauptsächlich deutschen Künstler, ausgeschüttet.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses seit Jahren praktizierte Verfahren wurde nun in Frage gestellt und kann so nicht länger aufrechterhalten werden. Die großen Plattenfirmen innerhalb des Bundesverband Musikindustrie (BVMI), insbesondere die deutschen Töchter internationaler Konzerne wie Universal, Sony, Warner und EMI verlangen von der GVL nämlich seit 2007 erstmals Ausschüttungen für die bei ihnen unter Vertrag stehenden Künstler. Sie berufen sich hierbei darauf, dass die Künstler aus den USA ihre Zweitverwertungsrechte wirksam an die Tonträgerhersteller abgetreten hätten. Dies ist nach dem amerikanischen Urheberrecht (Copyright) möglich – im Gegensatz zu Deutschland, wo Urheber- und Leistungsschutzrechte an die Person gebunden sind und die Zweitverwertungsrechte von Künstlern und Herstellern treuhänderisch von Verwertungsgesellschaften wie der GVL wahrgenommen werden<br />
(http://de.wikipedia.org/wiki/Copyright).</p>
<p style="text-align: justify;">Hiermit werden nun viele Fragen aufgeworfen:<br />
Genießen diese Künstler überhaupt Rechte und Vergütungsansprüche nach dem deutschen Urheberrechtsgesetz?<br />
Haben diese Künstler ihre gesetzlichen Vergütungsansprüche überhaupt wirksam an die Tonträgerhersteller übertragen? Und wenn für welches Repertoire?<br />
Müssen diese Vergütungsansprüche an die mit der GVL durch Wahrnehmungsvertrag verbundenen Tonträgerhersteller – die deutschen Töchter der großen amerikanischen Multis – ausbezahlt werden, weil diese mit ihren Mutterfirmen über sog. Matrix-Agreements verbunden sind?<br />
Und, und, und…</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Kurz gesagt:</span></span></strong></strong> Zu dieser Auseinandersetzung steht eine Entscheidung noch aus. Getroffen wird sie durch das Deutsche Patent- und Markenamt, der zuständigen Aufsichtsbehörde für die deutschen Verwertungsgesellschaften. Wann diese Entscheidung gefällt wird, steht in den Sternen, Scharen von Rechtsanwälten bombardieren sich z.Z. mit Gutachten.</p>
<p style="text-align: justify;">Deshalb musste der Beirat der GVL beschließen, die entsprechende Summe zurückzustellen und nicht an die Kreativen auszuschütten (28,418 Mio., was über 60% der Kürzung ausmacht).<br />
Schließlich kann die GVL ja im Falle einer negativen Entscheidung im Nachhinein schlecht an die einzelnen Künstler herantreten und Geld zurückfordern.</p>
<p style="text-align: justify;">Einige haben gefragt, warum die Forderungen der Tonträgerhersteller auch Schauspieler betreffen.<br />
Der Grund: Sie betreffen Vergütungen aus dem Topf „Öffentliche Wiedergabe“, der keine Aufsplittung in verschiedene Berechtigten-Gruppen aufweist. Schon aus einer übergeordneten Sichtweise sollte man nun dieses Solidarprinzip nicht in Frage stellen. Zudem ist unsere Berufsgruppe bisher sehr gut mit diesem Prinzip gefahren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Grund 2:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
<strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Die Vergütungen für Privatkopien sind aufgrund der letzten Urheberrechtsnovelle erheblich </span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">gesunken. Hieraus resultieren ca. 30% der Kürzungen.</span></span></strong></strong><br />
</span></strong><br />
Worum geht es?</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Zweitverwertung ergibt sich u.a. aus der Annahme, dass unzählige Menschen im Lande privat z.B. Filme und Musik mittels Recordern, MP3-Playern, Computern, DVD- und CD-Rohlingen kopieren und aufzeichnen.<br />
Logischerweise ein Ding der Unmöglichkeit für den Künstler, mit jedem dieser Menschen persönlich einen Vertrag zu machen. Damit er dennoch zu seinem Recht kommt, hatte der Gesetzgeber in der Vergangenheit für jedes Gerät und jedes Speichermedium einen festen Vergütungssatz gesetzlich festgelegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit der Urheberrechtsnovelle (dem sog. „Zweiten Korb“) von 2007 unter der Regierung Schröder wurden diese festen Vergütungssätze abgeschafft. Schröder hatte ein allzu offenes Ohr für die Argumente der Hersteller, die Vergütungssätze verschafften ihnen Wettbewerbsnachteile und seien angesichts fallender Gerätepreise viel zu hoch.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine ganze Reihe weiterer „Grausamkeiten“ (z.B. die ursprünglich vorgesehene 5 %-Obergrenze vom Verkaufspreis des Gerätes) konnte zwar damals durch den vehementen Einspruch der betroffenen Verbände (auch von Seiten des BFFS) abgewendet werden. Leider nicht in diesem Punkt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem neuen Recht müssen daher die Beteiligten, also die Verwertungsgesellschaften und die Verbände der Geräte- und Speichermedienhersteller, seit dem 01.01.2008 die Vergütung für jeden einzelnen Gerätetyp und jedes einzelne Speichermedium selbst miteinander aushandeln (§ 54 a UrhG i.V.m.§13a Urheberrechtswahrnehmungsgesetz).<br />
Die Verhandlungen für die Verwertungsgesellschaften, z.B. GVL, GEMA, VG Bild-Kunst, VG Wort u.a., führt die Zentralstelle für Private Überspielungsrechte (ZPÜ).</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Verhandlungen sind von Seiten der Gerätehersteller lange Zeit verschleppt worden.<br />
Seitdem blieben Zahlungen entweder vollständig aus oder wurden nur in unzureichender Höhe geleistet.<br />
Folge: Die Einnahmen der GVL sind für das Jahr 2008 im Vergleich zu 2007 erheblich gesunken, allein für die Künstler bewegt sich das in einer Größenordnung um die 12 Mio.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Grund zur Hoffnung:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
Nach neuesten Informationen der GVL hat es mittlerweile bei den Verhandlungen einen Durchbruch gegeben und ein Abschluss, der auch rückwirkend neue Regelungen beinhaltet, rückt in greifbare Nähe. Damit wächst die Aussicht, dass es noch in diesem Jahr zu einer Sonderausschüttung kommen kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Grund 3:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
<strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Die europäischen Schwestergesellschaften haben für ihre Mitglieder einen höheren Anteil an </span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">den Künstlervergütungen gefordert. Auswirkung auf die uns betreffenden Kürzungen: etwa 7-</span></span></strong></strong><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">8%.</span></span></strong></strong><br />
</span></strong><br />
Problem ist hier, dass die GVL als einzige Gesellschaft in Europa noch <strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">entgeltbezogen</span></span></strong></strong> abrechnet &#8211; nach Höhe unserer Gage/Honorar, was für uns durchaus von Vorteil war &#8211; alle anderen bezogen auf die <strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">tatsächliche Nutzung. </span></span></strong></strong>Sprich, nur das wird vergütet, was auch tatsächlich genutzt, also z.B. gesendet wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Weil die Systeme nicht kompatibel sind, hat die GVL bisher &#8211; bis auf wenige und in der Summe geringe Ausgleichszahlungen &#8211; für die Werknutzung ausländischer Künstler in Deutschland keine Vergütungen für die Mitglieder europäischer Schwestergesellschaften ausgezahlt, sondern dieses Geld an die eigenen GVL-Mitglieder ausgeschüttet &#8211; und diese damit für deren Nutzung im Ausland<br />
kompensiert &#8211; denn umgekehrt flossen aufgrund der inkompatiblen Systeme bis auf marginale Ausnahmen auch keine Gelder vom Ausland an die GVL.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese langjährige Praxis haben viele europäische Verwertungsgesellschaften nicht mehr akzeptiert – eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission ist anhängig &#8211; und für das Verteilungsjahr 2008 Ausgleichszahlungen für ihre Künstler gefordert. Wenn das deutsche System nicht kompatibel sei, sei das ein Problem der GVL. Folge ist eine pauschale Ausgleichszahlung im kleinen einstelligen Millionenbereich, die in ihrer Bedeutung für die diesjährige Kürzung der GVL-Vergütung aber nur ca. 7-8% ausmacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit der Umstellung ihres Verteilungssystems und dem derzeitigen Aufbau einer umfassenden Werkdaten- und Mitwirkenden-Datenbank (mit dem kompletten Repertoire der von der GVL vertretenen Künstler) schafft die GVL die Voraussetzung dafür, in Zukunft umgekehrt auch die Vergütungen für die Nutzung deutscher Künstler im Ausland von den Schwestergesellschaften einziehen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein großer Vorteil der GVL-Umstellung liegt darin, dass durch eine Vergleichbarkeit mit den anderen Systemen die Möglichkeit besteht, europaweit Gegenseitigkeitsverträge abzuschließen.<br />
Damit wäre die GVL in der Lage, Vergütungen für deutsche Künstler einzuziehen und auszuschütten, egal ob der Film oder das Musikstück z.B. in Spanien oder in Frankreich gesendet worden ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Fazit und Ausblick:</span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><br />
</span></strong><br />
Die Kürzung der Künstler-Vergütungen ist eine bittere Pille für uns.<br />
Mit der Umstellung des Verteilungssystems der GVL kommen zudem weitere Umwälzungen und große Unwägbarkeiten auf uns zu.<br />
Der BFFS begleitet diesen Prozess seit längerer Zeit und versucht, in konstruktiven Gesprächen zusammen mit der GVL einen fairen Modus für die Schauspieler zu erarbeiten, immer dem Grundgedanken folgend: so gerecht und so unbürokratisch wie möglich.<br />
Wir werden Euch demnächst über den Stand der Dinge informieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Es bleibt zu hoffen, dass möglichst schnell, zumindest in einem gewissen Umfang,<br />
Sonderausschüttungen durch die GVL erreicht werden können.</p>
<p style="text-align: justify;">Unabhängig davon wird der BFFS alles in seiner Macht stehende tun, um gegenüber den politisch Verantwortlichen auf die Missstände beim derzeitigen Urheberrecht in der Informationsgesellschaft hinzuweisen.<br />
In einem ersten Schritt ist dies bereits im letzten Jahr mit einer Stellungnahme des <strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">BFFS zum </span></span></strong></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: bold"><strong><strong><span style="font-family: Trebuchet MS;"><span style="FONT-FAMILY: 'Trebuchet MS'">Urheberrecht in der Informationsgesellschaft </span></span></strong></strong></span></strong>an das Bundesministerium für Justiz erfolgt.<br />
Weiterhin erwägen wir eine Stellungnahme und Beschwerde gegenüber dem Deutschen Patent- und Markenamt bezüglich der Forderungen des BVMI.</p>
<p style="text-align: justify;">In Zukunft wird es aber darauf ankommen, dass der GVL und damit allen Leistungsschutzberechtigten neue Zweitverwertungsrechte vom Gesetzgeber zugesprochen werden – vor allem im Bereich des Internets und unserer schönen digitalen Welt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Auseinandersetzungen um die Künstlervergütungen der GVL sind nur ein Anzeichen dafür, dass auf dem Feld des Urheberrechts die entscheidenden Auseinandersetzungen der Zukunft geführt werden – mit beträchtlichen Auswirkungen auf unsere Berufsgruppe.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt viel Arbeit, packen wir´s an &#8211; wo immer möglich im Schulterschluss mit den befreundeten Verbänden unserer Branche.</p>

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		<title>Die Arbeit des Schauspielers am Set</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 18:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinrich Schafmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[ <p style="text-align: justify;">Anfang des Jahres 2009 haben einem Aufruf des Vorstands folgend viele BFFS-Mitglieder ihre Erfahrungen über die Situation und die Probleme der Schauspieler am Set zusammengetragen. Die zahlreichen und ausführlichen Berichte waren Grundlage für eine Rede, die der BFFS am 12.03.2009 im Rahmen des Branchenhearing der Bundesregierung halten durfte. Dieser Vortrag fasst die [...]


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<li><a href='http://blog.bffs.de/2009/09/vorsicht-fernsehen-qualitat-erfordert-mut-zur-vielfalt-zeit-und-geld/' rel='bookmark' title='Vorsicht Fernsehen! Qualität erfordert Mut zur Vielfalt, Zeit und Geld!'>Vorsicht Fernsehen! Qualität erfordert Mut zur Vielfalt, Zeit und Geld!</a> <small> Berlin,  15.09.2009.  Der BFFS beobachtet mit großer Sorge, dass seit Jahren im fiktiven Bereich immer weniger Produktionen in Auftrag gegeben werden. Die weniger werdenden Produktionen müssen zusätzlich mit stetig sinkenden Budgets auskommen und in immer kürzeren Drehzeiten hergestellt werden. Verantwortlich hierfür sind vor allem die Fernsehsender, nachdem Deutschland anders als die USA [...]...</small></li>
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</ol>]]></description>
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<p style="text-align: justify;"><strong>Anfang des Jahres 2009 haben einem Aufruf des Vorstands folgend viele BFFS-Mitglieder ihre Erfahrungen über die Situation und die Probleme der Schauspieler am Set zusammengetragen. Die zahlreichen und ausführlichen Berichte waren Grundlage für eine Rede, die der BFFS am 12.03.2009 im Rahmen des Branchenhearing der Bundesregierung halten durfte. Dieser Vortrag fasst die grundsätzlichen Positionen des BFFS zusammen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span id="more-1182"></span><strong>Beschreibung und Probleme</strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Arbeit des Schauspielers am Set ist unsichtbar.</strong> Was wir hinterher auf der Leinwand oder auf dem Bildschirm sehen, sind günstigstenfalls Menschen, die den Schauspieler vergessen machen. Je besser also die Arbeit des Schauspielers ist, desto weniger sieht man sie. Dieser Umstand führt leider oft zu dem Glauben, dass diese unsichtbare Arbeit des Schauspielers auch gar nicht existiere. Jahrelang wurden Schauspieler z.B. nur für die Drehtage sozialversichert, als ob sie nur einen Blick ins Drehbuch zu werfen brauchten und &#8211; schwupp &#8211; eine Figur vor die Kamera zaubern könnten. Diesem Umstand hat der vor zwei Jahren gegründete Schauspielerverband BFFS jetzt durch die gemeinsam mit dem Produzentenverband erarbeitete Feststellung der tatsächlich zu versichernden Arbeitszeit, das die Rentenversicherung Bund in Zukunft zum Maßstab nehmen wird, ein Ende gemacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Schauspielerinnen und Schauspieler arbeiten in einem Umfeld, in dem für immer weniger Geld immer höhere Qualität verlangt wird. Die Budgets für Filme stagnieren oder werden gekürzt. Für Schauspieler hat das folgende Konsequenzen: Da ihre Arbeit unsichtbar ist, und es ohnehin überall an Geld und damit an Zeit – nämlich Drehtagen – mangelt, <strong>wird ihre Arbeit immer weiter „ausgelagert“. Proben sind ohnehin schon Luxus, werden nicht bezahlt oder sozialvesichert</strong> und finden nur statt, wenn ein Regisseur sie vehement genug einfordert und mit Schauspielern arbeitet, die die Qualität ihrer Arbeit über ihren Widerwillen stellen sich selbst auszubeuten. Denn natürlich müssten Proben eigentlich bezahlt werden, da sie Teil des Prozes-ses sind, einen guten Film herzustellen. Am Theater ist das eine Selbstverständlichkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Jede Abteilung am Set nimmt ihre eigene Arbeit sehr wichtig. Das ist auch gut so, weil ein Film aus diesen vielen einzelnen Arbeitsschritten entsteht, und je besser diese Einzelleistungen sind, desto besser ist hinterher der Film. <strong>Die „Abteilung Schauspiel“ aber benötigt Ruhe und Konzentration</strong>, d.h., den totalen Stopp sämtlicher anderen Abteilungen. Die Abteilung Schauspiel muss alles das, was sichtbar am Set passiert, nämlich die Kreation einer neuen Welt, innerlich selbst nachvollziehen. Das kostet Zeit, die immer seltener dafür gewährt wird, weil die Abteilung Schauspiel unsichtbar arbeitet, am Set hoffnungslos in der Minderheit ist und deshalb jemanden benötigt, der diese Ruhe und Konzentration schafft, nämlich den Regisseur. Der hat aber in den allermeisten Fällen angesichts des ungeheuren Drucks, der auf ihm lastet, häufig nicht mehr die Macht dazu.</p>
<p><strong>Um ihre Arbeit machen zu können, braucht die Abteilung Schauspiel also Ruhe, Konzentration, Vorbereitungszeit, Probenzeit und die Unterstützung aller anderen Abteilungen</strong> – allen voran natürlich der Abteilung Regie.</p>
<p><strong>Um leben zu können dagegen, braucht die Abteilung Schauspiel, wie alle anderen Abteilungen auch, eine angemessene Vergütung.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Jahrelang waren wir im Großen und Ganzen steigende Gagen und relativ entspannte materielle Verhältnisse gewohnt. Diese Zeiten sind vorbei. <strong>Nicht schleichend, sondern galoppierend verfallen derzeit die Gagen</strong>. Durch den Zwang zu immer billigeren Produktionen entsteht schlechte Qualität zu Dumpingpreisen mit Leuten von der Straße, die, da <strong>es keinen Schutz für die Berufsbezeichnung gibt</strong>, als Schauspieler bezeichnet werden. Auch Schauspielern sind gezwungen, unter ihrer Gage und unter ihrem Niveau zu arbeiten. Dadurch entsteht eine schleichende Verachtung für den ganzen Berufsstand.</p>
<p style="text-align: justify;">Es werden immer mehr <strong>„Sondergagen“</strong> vereinbart. Kaum einer bekommt noch seine Marktwert-Tagesgage. Selbst und gerade öffentlich-rechtliche Sender machen &#8220;Friss-oder-stirb&#8221;-Angebote mit Dumpinggagen um die 300 €.</p>
<p style="text-align: justify;">Unabhängige Produzenten sind froh, wenn sie überhaupt einmal einen Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender bekommen. Da die in der Regel an ihre hundertprozentigen Tochterfirmen gehen, können sich die Unabhängigen nicht leisten, andere Bedingungen zu fordern. Und die Tochterfirmen, die u.a. gegründet wurden, um die gerade selbst abgeschlossenen Tarifverträge zu umgehen, haben kein Interesse an anderen Bedingungen, weil sie sich nur begrenzt auf dem freien Markt behaupten müssen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die meisten Kinofilme sind hierzulande Low-Budget Filme; <strong>Schauspieler arbeiten auf sogenannte Gagenrückstellung</strong>, das heißt entweder umsonst oder für einen Bruchteil ihrer Gage. <strong>Die rückgestellte Gage wird allerdings so gut wie nie ausbezahlt, weil Schauspieler ganz am Ende der Liste der Auszuzahlenden stehen</strong>, die im Erfolgsfall abgearbeitet wird. De facto werden Schauspieler damit zu Koproduzenten, weil sie mit dem rückgestellten Teil ihrer Gage den Film mitfinanzieren.</p>
<p style="text-align: justify;">In der gesamten freien Wirtschaft bröckelt derzeit der Glaube an die Selbstheilungskräfte des Marktes. Wir machen diese Erfahrung bereits eine ganze Weile: Die Gagen- und Qualitätsspirale nach unten wird sich nicht von selbst umdrehen, wie auch? Die öffentlich-rechtlichen Sender gehorchen ja keinen Marktgesetzen, unterwerfen sich ihnen aber, indem sie sich dem Quotendruck unterwerfen. Das führt aber andererseits nicht dazu, dass nach einem Quotenerfolg der nächste Film wieder höher budgetiert und mit mehr Zeit ausgestattet wird. <strong>Die Marktgesetze funktionieren hier also nur als Peitsche, nicht als Zuckerbrot</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Auch die Sparmaßnahmen am übrigen Personal hat direkten Einfluss auf die Qualität schauspielerischer Arbeit</strong>: Maskenbildner werden eingespart, Überstunden werden selbstverständlich nicht bezahlt, Arbeitsschutzgesetze werden inzwischen regelmäßig gebrochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun einige Gedanken zur Vergütungsstruktur. Niemand wird bezweifeln, dass der Erfolg einer Serie, eines Films maßgeblich auch von den Schauspielern abhängt. Beim Misserfolg bekommen Schauspieler diesen Zusammenhang auch deutlich zu spüren, weil sie in einem solchen Fall so schnell nicht wieder in einer prominenten Rolle besetzt werden. Im Falle eines Erfolgs gibt es aber keine Belohnung für dieses Risiko. Es gibt i.d.R. keine Zusatzvergütung, egal, wie oft der Film, die Serie wiederholt und verkauft wird. Die vom Gesetzgeber geschaffenen „angemessenen Vergütungsregeln“ greifen in der Praxis nicht, weil die Kräfteverhältnisse zwischen Urlauber- und Leistungsschutzberechtigten auf der einen und den Verwertern auf der anderen Seite zu ungleich sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es findet eine schleichenden Verabschiedung der meisten Produktionsgesellschaften und Sender aus der vorbildlichen Institution Pensionskasse statt</strong>. Selbst die öffentlich-rechtlichen Sender, die den weitaus größten Teil ihres Budgets für Pensionszahlungen der festen Mitarbeiter ausgeben, versuchen inzwischen, die Pensionskassen durch Koproduktionstricksereien mit Firmen zu umgehen, die nicht Mitglied in der Pensionskasse sind. Die jahrelang falsch gehandhabte Sozialversicherungspraxis für Schauspieler wird dazu führen, dass Schauspieler im Alter nur dann nicht in die Armut rutschen, wenn sie privat genügend vorgesorgt haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Das wiederum wird bei der derzeitigen Gagenerosion den meisten nicht möglich sein. Wenn man sich jetzt noch vergegenwärtigt, dass bei einem der größten öffentlich-rechtlichen Sender z.B. nur etwa fünf Prozent des Gesamtbudgets für Produktionen, der Rest dagegen für Verwaltung und Mitarbeiterpensionen ausgegeben wird, dann kann man sich vorstellen, in welche Richtung die derzeitige Entwicklung zielt: Immer billigere Produktionen führen zu immer geringerem Einkommen der Produzierenden, die dadurch auch immer weniger für ihre Altersrücklagen übrig haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit: <strong>Schauspieler tun für einen guten Film fast alles und das auch noch umsonst</strong>. Das können sie aber nur eine Weile tun. Irgendwann müssen sie den Beruf wechseln.</p>
<p style="text-align: justify;">Um eine kontinuierliche Qualität zu garantieren, benötigen wir deshalb dringend eine neue Wertschätzung und Honorierung dieser Arbeit: mehr Zeit für Proben und mehr Konzentration am Set, eine angemessener Vergütung, die dem Umstand Sorge trägt, dass sich in diesem Beruf extreme Erfolgsphasen mit extremen Misserfolgsphasen abwechseln, eine gerechtere Honorierung der Leistungsschutzrechte und eine echte Teilhabe am sozialen Netz, z.B. die Chance auf Arbeitslosengeld 1.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es ist Zeit für eine Qualitätsoffensive</strong> über eingefahrene oder scheinbare Grenzen hinweg, um Produktions- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, die am Ende eines ermöglichen: einen guten Film. <strong>Denn Qualität ist langfristig das wichtigste Gut eines Prosperierenden Filmstandorts Deutschland</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p><strong>Zusammenarbeit / Aufforderung:</strong></p>
<ul>
<li>Eine Qualitätsoffensive für bessere Produktions- und Arbeitsbedingungen, u.a.
<ul>
<li>eine höhere Wertschätzung der Schauspielarbeit bewirken</li>
<li>mehr Zeit für Proben und Konzentration am Set</li>
<li>eine angemessene und gerechte Honorierung der Schauspielerinnen und Schauspieler</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">

<div class="sociable">

<ul>
	<li class="sociablefirst"><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.printfriendly.com/print?url=http%3A%2F%2Fblog.bffs.de%2F2009%2F03%2Fdie-arbeit-des-schauspielers-am-set%2F&amp;partner=sociable" title="Print"><img src="http://blog.bffs.de/wp-content/plugins/sociable/images/printfriendly.png" title="Print" alt="Print" class="sociable-hovers" /></a></li>
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		<title>GVL: Harmonisierung mit den Verwertungsgesellschaften</title>
		<link>http://blog.bffs.de/2008/10/gvl-harmonisierung-mit-den-verwertungsgesellschaften/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 09:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BFFS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Verwertungsgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[ <p>Die GVL wird in den nächsten Jahren ihre Verteilung grundsätzlich umstellen, um eine Harmonisierung mit den Verwertungsgesellschaften anderer Länder zu erreichen. Dies ist von der EU gewünscht und erscheint notwendig für die Überlebensfähigkeit der GVL. Während in Deutschland bislang das System der Vergütung auf Basis der Entgelte praktiziert wird, vergüten die Verwertungsgesellschaften anderer Länder [...]


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<li><a href='http://blog.bffs.de/2011/12/kurzmitteilung-zur-rechteubertragung-an-die-gvl/' rel='bookmark' title='Kurzmitteilung zur Rechteübertragung an die GVL'>Kurzmitteilung zur Rechteübertragung an die GVL</a> <small> Liebe Mitglieder, in den letzten Tagen erreichte uns eine Fülle von Anrufen und Nachfragen zum neuen Wahrnehmungsvertrag der GVL, insbesondere zum Beiblatt Rechteübertragung an die GVL. Dieses Beiblatt kam leider ohne jegliche Erläuterung seitens der GVL und hat zu erheblicher Verwirrung geführt: Was ist, wenn ich einen Vertrag mit der französischen ADAMI habe? Was [...]...</small></li>
<li><a href='http://blog.bffs.de/2007/01/kostenlose-rechtsberatung-fur-verbandsmitglieder/' rel='bookmark' title='Kostenlose Rechtsberatung für Verbandsmitglieder'>Kostenlose Rechtsberatung für Verbandsmitglieder</a> <small> Zusätzliche Beratung am Stammtisch: Unsere Anwälte werden am Montag, den 5.2.2007 in bei unseren Stammtischen in Berlin und Köln zu Gast sein. Herr Störkmann steht am 12.02. in der Zeit von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr in seinen Kanzleiräumlichkeiten Charlottenstr. 80, 10117 Berlin-Mitte für Ihre individuellen Fragen zur Verfügung. Um möglichst allen Interessenten ein [...]...</small></li>
</ol>]]></description>
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<p>Die GVL wird in den nächsten Jahren ihre Verteilung grundsätzlich umstellen, um eine Harmonisierung mit den Verwertungsgesellschaften anderer Länder zu erreichen. Dies ist von der EU gewünscht und erscheint notwendig für die Überlebensfähigkeit der GVL. Während in Deutschland bislang das System der Vergütung auf Basis der Entgelte praktiziert wird, vergüten die Verwertungsgesellschaften anderer Länder nach dem Prinzip der tatsächlichen Nutzung eines Werkes.</p>
<p>Um praktikable Modelle zu finden, den (Vergütungs-) Wert der individuellen Mitwirkung an audiovisuellen Produktionen und Wortproduktionen zu bestimmen, hat die GVL Ende September einen Gesprächskreis ins Leben gerufen. Seitens des BFFS nehmen daran Thomas Schmuckert und unser Rechtsanwalt Brien Dorenz teil.</p>

<div class="sociable">

<ul>
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	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=GVL%3A%20Harmonisierung%20mit%20den%20Verwertungsgesellschaften&amp;body=http%3A%2F%2Fblog.bffs.de%2F2008%2F10%2Fgvl-harmonisierung-mit-den-verwertungsgesellschaften%2F" title="email"><img src="http://blog.bffs.de/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a></li>
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		<title>Gratulation: Korb 2 &#8211; die Modifizierung des Urheberrechts</title>
		<link>http://blog.bffs.de/2007/07/gratulation-korb-2-die-modifizierung-des-urheberrechts/</link>
		<comments>http://blog.bffs.de/2007/07/gratulation-korb-2-die-modifizierung-des-urheberrechts/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2007 14:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BFFS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Verwertungsgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[ <p>Am 5.7. wurde im Bundestag über den sogenannten Korb 2, die Modifizierung des Urheberrechts abgestimmt, der u.a. eine Reduzierung der Leermittel- und Geräteabgabe auf max. 5% des Kaufpreises festschreiben sollte. Zwar wurde der Korb 2 beschlossen (und muss nun noch den Bundesrat passieren), aber nicht so, wie er ursprünglich geplant war.</p> <p>Einen ausführlichen Bericht [...]


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</ol>]]></description>
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<p>Am 5.7. wurde im Bundestag über den sogenannten Korb 2, die Modifizierung des Urheberrechts abgestimmt, der u.a. eine Reduzierung der Leermittel- und Geräteabgabe auf max. 5% des Kaufpreises festschreiben sollte. Zwar wurde der Korb 2 beschlossen (und muss nun noch den Bundesrat passieren), aber nicht so, wie er ursprünglich geplant war.</p>
<p>Einen ausführlichen Bericht darüber findet Ihr hier: <a class="external-link-new-window" title="Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/92280/from/rss09" target="_blank">http://www.heise.de/newsticker/meldung/92280/from/rss09</a></p>
<p><span id="more-125"></span></p>
<p>Für uns sind erst mal zwei Dinge relevant:</p>
<ul>
<li>Die ursprünglich vorgesehene 5 %-Klausel fällt weg. Eine Halbierung unserer GVL-Bezüge ist somit nicht mehr zu erwarten. Das werten wir als Erfolg, der nicht zuletzt der Initiative der Urheberrechtsinitiative, der auch der BFFS angehört, zu verdanken ist.</li>
<li>Es gibt keine gesetzliche Festlegung über die Höhe der Leermittel- und Gerätevergütung mehr. Über die sollen sich in Zukunft die Verwertungsgesellschaften und die Verbände der Geräte- und Speichermedienhersteller selbst einigen, wobei (leider) der Zusatz erhalten geblieben ist, dass diese Abgabe ich einem „wirtschaftlich angemessenen Verhältnis zum Preisniveau des Geräts oder Speichermediums“ stehen muss. Das bedeutet wiederum zweierlei:</li>
</ul>
<ol>
<li>Im ungünstigen Fall kann es zu langwierigen Verhandlungen kommen.</li>
<li>Das „wirtschaftlich angemessene Verhältnis“ bei Pfennigartikeln wie DVD-Rohlingen steht in keinem vernünftigen Verhältnis zur Speicherkapazität dieser Produkte, weshalb die Abgabe unter dieser Maßgabe im ungünstigen Fall niedriger ausfallen wird als bisher, was wiederum eine Reduzierung unserer GVL-Bezüge bedeutet, wenn auch nicht in dem befürchteten Maße.</li>
</ol>
<p>Fazit: Es handelt sich um einen Teilerfolg für uns und einen Kompromiss.</p>

<div class="sociable">

<ul>
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